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 Betreff des Beitrags: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 14:13 
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Ich brauche mal einen Tipp für einen Lärm-Dämmstoff, der nicht fasert, da nicht ganz dicht gebaut wird.

Es soll eine Durchgangstür zwischen zwei Zimmern verschlossen und schallgedämmt werden. Dafür wird auf einer Seite der Tür eine Tischlerplatte vorgeschraubt, auf der anderen bleibt die Tür bestehen. Jetzt ist die Frage: Was zwischen Tür und Tischlerplatte? Steinwolle kommt nicht in Frage, da die Türspalte nicht abgedichtet werden. Es muss aber auch keine Tonstudiodämmung für horrendes Geld sein, ich bin knapp bei Kasse und der Holzboden geht ohnehin durch.
Es geht um eine Fläche von ca. 4m².


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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 16:08 
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Hier würde ich erstmal die Tür selbst abdichten. Also eine Türdichtung rein(falls noch nicht vorhanden) und auch unten abdichten. Auf der anderen Seite dann mit GKB doppelt beplanken. Das ist je nach Stärke der Tischlerplatte günstiger und durch das höhere Gewicht schalldämmender.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 16:19 
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Registriert: 19. Dez 2014, 18:26
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Ist ein Altbau und die Tür ist sowhl dünn, als auch krumm. Das mit Gummileisten dicht zu kriegen, wird imo schwierig.

Die Tischlerplatte ist übrig, was anderes würde ich ungerne kaufen. Diese wird zu meiner Seite aber mit Acryl gedichtet und gestrichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 17:25 
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Zitat:
Es geht um eine Fläche von ca. 4m².

Ist das eine Doppeltür?
Da Du eh mit Dichtmasse drangehen willst spricht doch nichts gegen den Einsatz von Steinwolle. Oder darf an die Anliegefläche von Türe und Futter keine Dichtmasse drankommen weil das wieder in Originalzustand versetzt werden muss?
Du könntest ja auch versuchen zunächst ein in Jahren wieder ablösbares Klebeband anzubringen, darauf die Dichtmasse zu applizieren und dann erst die Türe(n) zu schließen.
Anschließend eine Lage Steinwolle, dann eine Tischlerplatte oder Gipskarton, dann nochmal Steinwolle und zum Schluß mit der Tischlerplatte zumachen :glaskugel:

PS

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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 17:43 
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Ja, der Originalzustand der Doppeltür muss weitgehend wieder herstellbar sein. Deshalb dachte ich an so Schaumstoffwaffelzeug oder etwas in der Richtung.
Von der Gegenseite soll die Tür halt sichtbar bleiben, auch deshalb würde ich dort gerne auf Dichtmasse verzichten.
Neu lackiert müssen Tür und Zarge eh werden, beim Klebeband müsste ich keine Rücksicht nehmen.

Ist ein WG Zimmer, deshalb muss der Aufwand überschaubar bleiben, auch wenn ich auf 3-5 Jahre plane.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 18:25 
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Dann mach halt von der durch die Dämmung verdeckten Seite nur ein gut haltendes Klebeband, über die Fugen und Gut.
Aber von dem Schaumstoffzeugs als Schalldämmung halte ich nix.

PS

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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 20:37 
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Schalldämmung ist ein recht komplexes Thema.

In erster Linie sollte es darum gehen, direkte Verbindungen zu schließen. Das heißt, beide Lagen - sowohl die Tür als auch Deine Tischlerplatte - sollten jeweils keine Schlitze oder Fugen offen lassen.

Dann kannst Du noch verhindern, dass die Tischlerplatte durch Schallwellen angeregt wird und schwingt. Das geht am besten durch Masse (verschiebt die Resonanzfrequenz nach unten) und Dämpfung.
Gipskarton willst Du aber aus Kostengründen nicht. Dann muss ich wohl Akustikschwerfolie gar nicht erst erwähnen.

Was billig ist: Dachlatten von hinten diagonal auf die Tischerplatte leimen/schrauben, um so die große Resonanzfläche in viele kleine zu unterteilen.

In dem Luftraum zwischen den beiden Platten kann eine Dämmung helfen, Resonanzen zu vermeiden und sogar etwas zur Dämmung beitragen.
Da die Schichtdicke mit 20cm nicht sehr dick ist, würde ich Dir einen Dämmstoff mit hohem längenbezogenen Strömungswiderstand empfehlen.
Leichter Schaumstoff oder gar diese 2-3 cm starken Noppen- oder Pyramidenschaumstoffe bringen deswegen an diese Stelle gar nichts!
Anbieten würde sich Basotect (14.000 Pa*s/m²) oder Steinwolle mit hoher Rohdichte wie Rockwool Thermarock 50 (16.000 Pa*s/m²).

Basotect ist genau solch teurer Studiokram, den Du nicht willst. Bleibt Steinwolle.

Falls Du Angst hast, die Türseite nicht Luftdicht abgedichtet zu bekommen (Faserflug...), kannst Du auch CARUSO-ISO-BOND WLG035 (nicht WLG 045) nehmen. Der Kram hat auch noch relativ gute Schalldämmung, ist aber deutlich teurer als Steinwolle.

Für alle drei Dämmstoffe gilt:
Wenn Du eine 150mm Schicht einbringst, sollte das bei Frequenzen ab 250 Hz aufwärts eine deutliche Wirkung zeigen.

Bei durchgehendem Fußboden wiederum... :(

(Da hier von zwei Wohnungen gesprochen wird, gehe ich davon aus, dass beide Seiten dauerhaft beheizt sind. Sonst hast Du bei fehlender Luftdichtigkeit und Wärmedämmung noch ganz andere Probleme...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 21:10 
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Da Altbau eh hellhörig ist, wie wärs nur mit ner günstigen Schaum-Maztraze ....

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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 21:28 
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Oh mei :lichtauf:
Danke für die Beiträge und besonders für deinen, Dev.
Mal wieder komplexer als gedacht.
Wärme ist kein Problem, es sind zwei Zimmer in der gleichen Wohnung.
Also werde ich wohl auf das Lattensystem zurückgreifen und vermutlich doch Steinwolle nehmen. Da muss dann halt ne Folie oder doch Gipskarton oder eine Sperrholzplatte vor.
Ich will ja kein Tonstudio einrichten, sondern einfach nicht hören, was die Mitbewohnerin bespricht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schalldämmung Zwischentür
BeitragVerfasst: 9. Aug 2016, 22:10 
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Registriert: 10. Sep 2009, 20:50
Beiträge: 430
Die meisten Matratzen haben keine 4m². Von daher müssten schon zufällig zwei Stück übrig sein, denn extra kaufen kommt teurer als Steinwolle. Die Steinwolle sollte geschätzt so um die 50-60 € kosten, um das Volumen zu füllen.
Wie gut eine Matratze geeignet wäre, weiß ich auch nicht. Meist wird dort ein sehr offener Schaumstoff verwendet, um Feuchtigkeit gut ableiten zu können.

Die Steinwolle wirkt genau so gut, wenn sie luftdicht in Folie eingepackt wird. Achte nur darauf, dass sie seitlich fest an der Wand anliegt und keine Spalte bleiben. (Streng genommen wird sie in Folie eingepackt im oberen Hochtonbereich nicht mehr so gut absorbieren, sondern eher reflektieren. Der Frequenzbereich >10 kHz ist hier aber vermutlich nicht das Problem. Daher ist das egal.)

Die Tischlerplatte sollte an den Seiten gut befestigt sein, damit sie nicht als ganzes anfangen kann, zu schwingen. Die Dachlatten bewirken ja nur, dass die Platte sich (bei fester Einspannung am Rand) nicht durchbiegen kann. Wenn die gesamte Konstruktion aus Platte+Dachlatten im Takt des Basslautsprechers nach vorne und nach hinten springt, dämpft sie nicht mehr wirklich. :wink:


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