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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 4. Feb 2018, 21:25 
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powersupply hat geschrieben:
Der TE hat ja eingangs extra nach einem bestimmten VDE-Set nachgefragt. Dass er also bislang mit nicht VDE geeignetem Werkzeug gearbeitet hat liegt dann ja wohl auch so auf der Hand.


Na dann würde ich die im Post vor deinem nochmals erwähnten Schraubendreher und Kombizange mal wenigstens noch um eine Spitzzange und eben den Duspol erweitern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 4. Feb 2018, 22:17 
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Alfred hat geschrieben:
VDE sind halt nur Richtlinien und keine Gesetze, wäre es gesetzlich vorgeschrieben dann käme es dem Waffengesetz gleich, man bräuchte eine Erwerbserlaubnis für VDE-Werkzeug :lol:
Das ist mal vollkommener Bullshit.
Ja, VDE sind nur Richtlinien. Das ist aber nicht die Frage bzw. das Problem. Das Problem entsteht, wenn etwas passiert, z.B. der Onkel die Stehlampe "repariert", die Nichte dranpackt und dann am Stromschlag stirbt. Dann ist das Geschrei groß; und der Knast nah - sehr nah sogar. Einen Richter interessiert es nämlich nicht, ob eine VDE eine "Richtlinie", eine "Empfehlung" oder ein "Gesetz" ist. Die VDE gibt vor, was "Stand der Technik" ist. Und danach wird geurteilt. Du musst als Angeklagter dann im Zweifel beweisen, daß Du den "Stand der Technik" eingehalten hast oder ihn übertroffen hast. Letzteres wird schwierig. Sehr schwierig.

mu1970 hat geschrieben:
Ich schalte auch vorab den Strom aus, keine Sorge...
Da geht es schon los: wie garantierst Du die Spannungsfreiheit für die Dauer der Arbeit? Nur "Sicherung ausschalten/rausdrehen" reicht definitiv nicht aus, es sei denn, Du bist für die Dauer der Arbeiten garantiert allein im Haus.

Zitat:
Ich glaube aber, daß hierzu ein paar VDE Schraubendreher und vielleicht eine VDE Kombizange ausreichen...
Hier kannst Du den Grundstein legen.

Zitat:
Die von Dirk angesprochene TAB regelt, dass nur ein eingetragener Meister Zähleranlagen anmelden und abnehmen darf.
Der Geselle der die Anlage verdrahtet ist per se zu blöd dazu das korrekt alleine auf die Reihe zu bekommen.
Du hast ganz offensichtlich wenig Ahnung von der Theorie. Das Problem ist, daß es immer einen "Verantwortlichen" geben muss. Ob der die Arbeit weiter delegiert (z.B. an seinen Gesellen, den Lehrling oder einen polnischen Schwarzarbeiter) oder selbst ausführt, ist vollkommen irrelevant. Er ist und bleibt verantwortlich. Und verantwortlich im Sinne des Gesetzes kann eben nur jemand sein, der fach- und sachkundig ist. Und da wird die Schwelle eben so hoch gesetzt, daß der Gesetzgeber oder TAB-Verantwortliche sagt, es muss ein Meister sein. Das kann man gut finden oder nicht, es ist aber so. Du kannst ja versuchen, das zu ändern - viel Spaß dabei.

Zitat:
Der darf ja eigentlich schon mal gar nix. Noch nicht mal die zufällig erkannte Klemme neben seiner Aufgabe festziehen wenn er an dieser Stelle nicht extra geschult wurde. Dazu müsste er immer erst seine für ihn zuständige EFK oder VEFK heranziehen welche ihm die korrekte Funktion näherbringt.
Gut, daß Du wenigstens an einer Stelle das "eigentlich" untergebracht hast, so wird der Absatz zumindest nicht ganz falsch. Wenn die "unterwiesene Person" hinreichend unterwiesen wird, kann sie natürlich auch Klemmen nachschrauben.

Zitat:
Ich hab meine ersten Schritte(als Jugendlicher wohlgemerkt) auch noch ohne VDE-Werkzeug und Internet gemacht und sehr viel dabei gelernt.
Das geht wohl so manchem hier so, inklusive mir. Dabei habe ich auch gelernt, daß 220V (ja, damals noch) weh tun können. Ziemlich. Und man es doch überlebt. Jahrzehnte später habe ich aber auch gelernt, daß man von (jetzt schon) 230V auch mal 'ne Stunde außer Gefecht gesetzt werden kann (dazu hat übrigens eine kleisterfeuchte Tapete gereicht - ich habe mich dummerweise auf die Aussage Dritter beim Tapezieren verlassen und nicht selbst geprüft, was den Wandauslass anging). Auch überlebt. Aber spätestens der zweite Vorfall hat eindringlich dargestellt, daß das auch ganz gehörig in die Hose gehen kann.

Zitat:
Der TE hat ja eingangs extra nach einem bestimmten VDE-Set nachgefragt. Dass er also bislang mit nicht VDE geeignetem Werkzeug gearbeitet hat liegt dann ja wohl auch so auf der Hand.
Ja. Und genau deshalb habe ich auch als Erstes geantwortet, daß das wohl besser ein Fachmann machen soll, weil ganz offensichtlich der Sinn hinter VDE-Werkzeug nicht verstanden wurde: Es ist ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor! Würde "Freischalten" ausreichen, bräuchte niemand VDE-Werkzeug. Und dann antwortet direkt nach mir so ein Horst, daß er sinngemäß auch immer ohne VDE-Werkzeug gearbeitet habe und das doch alles nicht so schlimm sei. Sorry, aber da krieg' ich Pickel bei so einer abgrunddämlichen Aussage in einem Forum!

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 4. Feb 2018, 22:44 
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Als Nicht-Elektriker darf man eigentlich nur Birnen wechseln und Schalter betätigen. Edit: und einen Stecker in die Steckdose stecken.
Ich bin zwar gelernter Elektriker, bräuchte aber für z.B. Zählerkastenanschluss einen Meister. Lediglich stromlose Unterverteiler darf ich anschließen.

Btw, zum Thema kenn ich nen tollen Witz - der sich so oder ähnlich zugetragen hätte können:

Ein Meister und ein Geselle stehen in einer Produktionshalle auf je einer hohen Bockleiter und arbeiten an der Beleuchtung.
Da fängt der Meister auf einmal mit dem einen Fuß zu zappeln an. Der Geselle denkt der Meister hängt am Strom, was also machen? Als vermeintlich einzigen Ausweg stößt er die Leiter vom Meister um, der fällt unsanft zu Boden, bricht sich einige Knochen und war ziemlich sauer auf seinen Gesellen der fristlos gekündigt wurde.
Der Meister hatte nämlich nur einen Stein im Schuh!
:bierchen:

Andreas


Zuletzt geändert von Hondo66 am 4. Feb 2018, 22:57, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 4. Feb 2018, 22:53 
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Hondo66 hat geschrieben:
der fristlos gekündigt wurde.
Womit der Meister garantiert nicht durchgekommen ist. Also urban legend...

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 4. Feb 2018, 22:55 
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Da es aber ein Witz war ist er damit durchgekommen. :zunge:

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 5. Feb 2018, 02:03 
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Zitat:
Gut, daß Du wenigstens an einer Stelle das "eigentlich" untergebracht hast, so wird der Absatz zumindest nicht ganz falsch. Wenn die "unterwiesene Person" hinreichend unterwiesen wird, kann sie natürlich auch Klemmen nachschrauben.


Das Eigentlich ist deswegen drin, weil es bei uns im Betrieb nach der geltenden Auslegung tatsächlich nicht erlaub ist in einem Nebenbereich oder Erweiterung der nicht explizit unterwiesen wurde eine Schraube festzudrehen. Auch wenn es der selbe Vorgang ist wie im schon unterwiesenen Bereich.

Zitat:
Da geht es schon los: wie garantierst Du die Spannungsfreiheit für die Dauer der Arbeit? Nur "Sicherung ausschalten/rausdrehen" reicht definitiv nicht aus, es sei denn, Du bist für die Dauer der Arbeiten garantiert allein im Haus.

Das ist ja wohl an den Haaren herbeigezogen oder wendest Du grundsätzlich ALLE 5 Sicherheitsregeln an oder positionierst eine bewaffnete Wache am Sicherungskasten?

Zitat:
Hier kannst Du den Grundstein legen.

Hast Du Recht! :top:
Perfektes Set zum günstigen Preis.

Zitat:
Du hast ganz offensichtlich wenig Ahnung von der Theorie. Das Problem ist, daß es immer einen "Verantwortlichen" geben muss. Ob der die Arbeit weiter delegiert (z.B. an seinen Gesellen, den Lehrling oder einen polnischen Schwarzarbeiter) oder selbst ausführt, ist vollkommen irrelevant. Er ist und bleibt verantwortlich. Und verantwortlich im Sinne des Gesetzes kann eben nur jemand sein, der fach- und sachkundig ist. Und da wird die Schwelle eben so hoch gesetzt, daß der Gesetzgeber oder TAB-Verantwortliche sagt, es muss ein Meister sein.

Was ist dann an meiner Auslegung zur TAB so falsch? :kp:
Ohne dass der Meister das anschaut/kontrolliert ist die Installation zunächst mal von Laienhand erstellt. Erst mit Meisters Unterschrift wird die Installation korrekt.

PS

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 5. Feb 2018, 07:21 
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powersupply hat geschrieben:
Das ist ja wohl an den Haaren herbeigezogen oder wendest Du grundsätzlich ALLE 5 Sicherheitsregeln an oder positionierst eine bewaffnete Wache am Sicherungskasten?
Wenn das "an den Haaren herbeigezogen" wäre, würde ich es nicht schreiben.

Zitat:
Was ist dann an meiner Auslegung zur TAB so falsch? :kp:
Ohne dass der Meister das anschaut/kontrolliert ist die Installation zunächst mal von Laienhand erstellt. Erst mit Meisters Unterschrift wird die Installation korrekt.
Das mit der "Laienhand" ist kompletter Blödsinn. Nur weil jemand nicht die Gesamtverantwortung trägt, ist er nicht Laie. Und auf welchem Planeten lebst Du, wenn Du davon ausgehst, dass ein Meister jede Gesellenarbeit kontrolliert oder gar kontrollieren muss? Ein Geselle im Kundendienst (also z.B. einer, der zu Dir nach Hause kommt und eine Steckdose tauscht) kann und darf das alleine machen - oder hast Du jemals davon gehört, dass ein Meister eine tägliche Kundenrunde dreht und seinen Gesellen zur Kontrolle hinterherfährt!? :crazy:

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 5. Feb 2018, 07:50 
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Dirk hat geschrieben:
mu1970 hat geschrieben:
mu1970 hat geschrieben:
Ich schalte auch vorab den Strom aus, keine Sorge...

Da geht es schon los: wie garantierst Du die Spannungsfreiheit für die Dauer der Arbeit? Nur "Sicherung ausschalten/rausdrehen" reicht definitiv nicht aus, es sei denn, Du bist für die Dauer der Arbeiten garantiert allein im Haus


Ich ergänze Mal: Es muss für die Dauer der Arbeiten auch gegen Wiedereinschalten gesichert sein. Theoretisch reicht ein Zettel, der das Wiedereinschalten untersagt. Am sichersten ist die bereits erwähnte bewaffnete Wache.

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 5. Feb 2018, 09:05 
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Zitat:
Das mit der "Laienhand" ist kompletter Blödsinn.

Du schweifst ab. Ich bezog mich auf die TAB. Nicht auf den Anschluß einer einzelnen Steckdose. Diese passt zum Freischalten. Wobei ich hier nur meiner eigenen anschließenden Messung traue. Weiters gehe ich davon aus, dass wenn ich im häuslichen Umfeld tätig bin niemanden brauche der den Sicherungskasten überwacht... Auch nicht wenn ich mal bei Bekannten etwas mache. In Mehrfamilienhäusern wo evtl mal ein übereifriger Hausmeister nach dem Rechten schaut bin ich eher nicht zugange.

PS

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 Betreff des Beitrags: Re: Elektroarbeiten, Zangen, Schraubendreher
BeitragVerfasst: 5. Feb 2018, 09:12 
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Brandmeister hat geschrieben:
Dirk hat geschrieben:
mu1970 hat geschrieben:
Theoretisch reicht ein Zettel, der das Wiedereinschalten untersagt. Am sichersten ist die bereits erwähnte bewaffnete Wache.


Theoretisch reicht der Aufkleber daheim wo man nur zu zweit ist würde ich mir da keine sorgen machen. Sobald das Umfeld der Personen Größer wird die eine Sicherung einschalten könnten würde ich auf solche Techniken setzen.
Damit wird dann das einschalten vorsätzlich.

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Sogar im Industriellen Umfeld wo eigentlich geregelt ist wer eine Sicherung einschalten darf kommt es vor das ein Laie einfach zuschaltet. Darum geht man immer mehr auf solche verriegelten Systeme damit keiner mal eben zuschaltet. Was man nämlich nie vergessen darf, man hat nur ein Leben und das muss man versuchen so gut wie möglich zu schützen.

Die Gefahr vom EL. Strom wird halt immer unterschätzt. :wink:

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Grüße Mirko


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