Bosch-Elektrowerkzeuge: Umsatzzahlen 2011

16.03.2012

Bosch steigert Umsatz mit Elektrowerkzeugen im letzten Jahr um mehr als sieben Prozent

Stefan Hartung, Chef von Bosch Power Tools.

Der Bosch-Geschäftsbereich Power Tools blickt auf ein erfolg­reiches Geschäftsjahr 2011 zurück: Der Umsatz stieg um mehr als sieben Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. 90 Prozent des Umsatzes erzielte der Be­reich im Ausland.

„Wir haben unsere Marktposition erneut ausgebaut“, sagte Stefan Hartung, Vorsitzender des Bereichsvorstands. „Dies gelang uns vor allem dank zahlreicher neu eingeführter Produkte, die bei den Kun­den großen Anklang fanden.“ Währungsbereinigt liegt die Umsatzsteigerung sogar bei rund neun Prozent. Auch im laufenden Jahr erwartet Bosch Po­wer Tools ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung.

Weltweit beschäftigte der Bosch-Geschäftsbereich im Jahresdurchschnitt 2011 rund 19.000 Mitarbeiter an 35 Standorten, das waren rund 1000 mehr als im Jahr zuvor. Vor allem in Miskolc/Ungarn wurden neue Mitarbeiter eingestellt. Dort fertigt der Bereich Heimwerker- und Gartengeräte. Aber auch in Deutschland verzeichnete Bosch Power Tools ein Beschäftigungswachstum: Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um zirka 200 auf 3.200. Die Schwerpunkte bei diesen Neueinstellungen lagen im Entwicklungs- und Vertriebsbereich. Mit den neu gewonnenen Ingenieuren und Vertriebsspezialisten stärkt das Unternehmen weiter seine Innovationskraft.

Wie in den Vorjahren konnte Bosch Power Tools auch 2011 Marktanteile gewinnen. Während der Gesamtmarkt 2011 ein Wachstum von fünf Prozent aufwies, konnte Bosch Power Tools um sieben Prozent und damit schneller als der Markt wachsen. Treiber der positiven Marktentwicklung war vor allem die Bauindustrie, insbesondere in Lateinamerika und in Asien/Pazifik. Auch beim wichtigsten Teilmarkt Elektrowerkzeuge steht Lateinamerika unter den Regionen mit 22 Prozent Marktwachstum an der Spitze. In Asien/Pazifik hat die Nachfrage mit acht Prozent ebenfalls weiter deutlich zugelegt. In diesen Regionen konnte auch Bosch Power Tools das größte Wachstum erzielen. In Lateinamerika stieg der Umsatz des Bereichs um 20 Prozent, in Asien/Pazifik um 17 Prozent.

Bosch unterteilt den Gesamtmarkt, der 2011 ein Volumen von 23,1 Milliarden Euro hatte, in die Bereiche Elektrowerkzeuge (handgehaltene Elektrowerkzeuge und Stationärgeräte), Zubehör, Gartengeräte und Messtechnik. In den Segmenten Elektrowerkzeuge, Zubehör und Messtechnik sieht sich Bosch jeweils als weltweiter Marktführer. Bei Gartengeräten ist Bosch die Nummer zwei.

Produktinnovationen mit Akkutechnik

Knapp 40 Pro­zent des Umsatzes im Jahr 2011 erzielte Bosch mit Produkten, die weniger als zwei Jahre im Markt sind. Einen wesentlichen Teil der Neuheiten machen Elektrowerkzeuge und Gartengeräte mit Lithium-Ionen-Akku aus. Bosch nutzte als erster Hersteller Lithium-Ionen-Akkus für ein Elektro­werkzeug. Zuvor kannte man diese Energiespeicher nur von Handys oder Laptops. „Seit dem Jahr 2003 sind wir der Techno­logieführer. Damals brachten wir den inzwischen legendären und rund elf Millionen Mal verkauften Ixo auf den Markt.“ betonte Hartung.

In den vergangenen Jahren hat Bosch viele Produkte mit Lithium-Ionen-Akku eingeführt, die bahnbrechende Neuheiten waren, damit auch neuen Bedarf schufen und die Märkte wesentlich belebten. Dazu zählen das erste Profi-Elektrowerkzeug mit Lithium-Ionen-Akku, das „All-in-one“-Elektrowerkzeug Uneo, der erste Rasenmäher, das erste Multifunktionswerkzeug und die erste Akku-Heckenschere mit 36 Volt.

Erfolgssparte Messtechnik mit hohem Umsatzzuwachs

Einen besonders großen Erfolg verzeichnete der Bereich mit Messwerkzeugen. Diese Werk­zeuge ersetzen bei immer mehr Handwerkern und Heimwerkern traditio­nelle Hilfsmittel wie Wasserwaage und Meterstab. Im vergangenen Jahr er­höhte sich in dieser Sparte der Marktanteil um zwei Prozentpunkte auf rund 21 Prozent.

Seit 2010 ist Bosch in diesem Segment Marktführer und konnte 2011 diese Position weiter ausbauen. Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren gehört es, dass sich die Werkzeuge trotz anspruchsvoller Technik einfach bedienen lassen. Viele Funktionen sind selbsterklärend. Auf diese Weise wird die Messtechnik für immer neue Zielgruppen attraktiv, zum Beispiel auch für Gutachter und Messebauer. In diesem Jahr zeigt sich die Innovati­onskraft von Bosch mit einer Weltneuheit, dem Oberflächenla­ser GSL 2 Professio­nal. Mit diesem kompakten Gerät können Handwerker zum Beispiel beim Verlegen eines Estrichs Unebenheiten feststellen – auf Knopfdruck und ohne mühevoll die ganze Fläche mit einer Latte und der Wasserwaage überprüfen zu müssen.

Auch Produkte mit langer Tradition profitieren von der Innovationskraft. Bereits seit 80 Jahren gibt es den „Boschhammer“. Bis heute ist er das umsatzstärkste Produkt unter den Bosch-Elektrowerkzeugen für Hand­werker. In diesem Jahr stellt Bosch gleich zwei große neue Hämmer vor: den 8-Kilo-Bohrhammer und den 11-Kilo-Abbruchhammer. Dank einer speziellen Konstruktion entstehen bei ihrem Gebrauch nur geringe Vibrationen. Damit verlängert sich bei beiden Geräten die laut EU-Gesetzgebung erlaubte Einsatzdauer auf mehr als drei Stunden pro Tag.

Mit insgesamt mehr als 100 neuen Pro­dukten will Bosch seine Marktführerschaft bei Geräten und Zubehör für Handwerker und Heimwerker festigen und weiter ausbauen. Auch wenn sich die allgemeine Konjunktur leicht abschwächen sollte, will der Hersteller in 2012 weiter wachsen und Marktanteile gewinnen.

Innovativ zeigt sich Bosch auch beim Erschließen zusätzlicher Ver­triebswege. Unter dem Stichwort „Tools to go“ können Kunden künftig Heimwerker-Geräte über neuartige Werbeplakate direkt bestellen. Dafür wird ein QR-Code („Quick Response“) neben den Elektrowerkzeugen ab­gebildet. Wird dieser mit dem Smartphone gelesen, führt er die Kunden direkt zu Produktinformationen und einem Händler. Dort kann das Werk­zeug sofort mit dem Handy bestellt werden. Bosch Power Tools will die ersten Plakate mit QR-Codes noch in diesem Jahr aufstellen.

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