Unternehmensentwicklung von Metabo

15.01.2011

Quo vadis, Metabo?

Die neue Strategie zahlt sich für Metabo aus: „Der Markt honoriert unsere konsequente Konzentration auf professionelle Anwender und unseren Fokus auf die beiden Kernzielgruppen Metallhandwerk sowie Bau- und Renovierungshandwerk“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Horst W. Garbrecht in einem Pressegespräch am Freitag, 14. Januar 2011, am Nürtinger Stammsitz des Unternehmens.

Das zeige sich klar an einem deutlichen Umsatzzuwachs. Laut Garbrecht rechnet Metabo für das Jahr 2010 mit einem Umsatz von 338 Mio. Euro – ein Plus von 26 Mio. gegenüber 2009. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit 1.700 Mitarbeiter, davon mehr als 1.000 in Nürtingen. Metabo hat 2010 sein Produktprogramm an die neue Ausrichtung angepasst und neben Schweißgeräten auch beispielsweise große stationäre Maschinen aus dem Sortiment genommen. Diese Produkte hatten zuletzt rund 14 Mio. Euro zum Umsatz beigetragen. Bereinigt um diesen Sortimentseffekt, stieg der Umsatz laut Garbrecht um 40 Mio. Euro oder rund 13 Prozent. Ohne diesen Buchhaltungstrick betrug die Umsatzsteigerung aber lediglich 8,3 Prozent.

Stark gestiegen ist der Anteil neuer Produkte: Während Metabo noch 2008 mit 32 Prozent nur knapp ein Drittel des Umsatzes mit Geräten erzielt hat, die nicht länger als drei Jahre auf dem Markt sind, lag dieser Wert 2010 bei 55 Prozent. Die bei Metabo traditionell hohe Exportquote lag bei rund 75 Prozent. 24 Vertriebsgesellschaften und mehr als 100 Importeure sichern die internationale Präsenz der Nürtinger.

„In das positive Gesamtbild passt auch, dass wir 2010 nach Verlusten in den Krisenjahren wieder ein positives operatives Ergebnis erreichen werden“, betonte der Metabo-Chef. „In der Vergangenheit haben wir versucht, sowohl professionelle Anwender als auch den Do-it-yourself-Bereich mit unseren Produkten zu erreichen. Aber das ist ein Spagat, der für ein mittelständisches Unternehmen zur Zerreißprobe werden kann. Deshalb konzentrieren wir uns wieder auf unsere angestammten Stärken. Metabo ist als Hersteller von Elektrowerkzeugen für Profis in Handwerk und Industrie groß geworden. Wir freuen uns natürlich, wenn ambitionierte Heimwerker unsere Geräte kaufen – aber konzipiert und entwickelt werden sie ausschließlich mit Blick auf die Profis und deren Anforderungen.“ Dabei biete Metabo für alle Gewerke ein Vollsortiment und den beiden Kernzielgruppen Metall- und Bauhandwerk zusätzlich ausgefeilte Systemlösungen.

Maximale Mobilität mit akkubetriebenen Geräten

Den zweiten Akzent lege die neue Ausrichtung des Unternehmens auf maximale Mobilität, betonte Garbrecht. Deshalb haben wir einerseits alle Produkte für den stationären Einsatz aus dem Programm gestrichen und setzen andererseits sehr stark auf das Thema Akku. In den nächsten Jahren werde jedes Metabo-Gerät, bei dem das sinnvoll möglich sei, mindestens auch in einer Akkuvariante auf den Markt kommen. Die Kombination aus einer sehr leistungsfähigen Akku-Technologie und der technologisch ausgefeilten Antriebs- und Motorentechnik von Metabo eröffne Akkugeräten ganz neue Einsatzgebiete. Als Beispiele nannte Garbrecht die neuen akkubetriebenen Werkzeuge zur Edelstahlbearbeitung und die Akku-Magnetkernbohrmaschine MAG 28 LTX 32.

Dieses Gerät sei eine absolute Weltneuheit, die viele neue Anwendungsmöglichkeiten biete – etwa beim Bau von Strommasten oder Seilbahnen. „Da gibt es typischerweise weit und breit keinen Stromanschluss, aber sehr wohl die Anforderung, große Löcher in harten Stahl zu bohren. Doch wir sind uns sicher, dass auch jeder Stahlbauer sehr schnell die Vorteile der Metabo-Akku-MAG zu schätzen weiß“. Die MAG 28 LTX 32 sei zudem in einer weiteren Hinsicht richtungsweisend. „Wir wollen unsere Kernzielgruppen mit echten Innovationen überzeugen, die ihre Anforderungen einfach besser erfüllen als das, was es auf dem Markt bislang gibt“, erklärte Garbrecht.

Die Konzentration der Kräfte und innovative Entwicklungsmethoden hätten schon 2010 dazu geführt, dass neue Entwicklungen sehr viel schneller auf den Markt kämen. Deshalb sei das vergangene Jahr von einer in der Geschichte des Unternehmens beispiellosen Neuheiten-Offensive gekennzeichnet gewesen. Garbrecht: „Diesen Weg wollen wir weitergehen, unseren Kunden im Handwerk und im Handel sehr genau zuhören und ihre Wünsche sehr schnell in serienreife neue Produkte umsetzen.“ So könnten vielleicht schon bald  ein akkubetriebener Zweihand-Winkelschleifer oder ein 10 kg-Bohrhammer mit Akku Realität werden.

Entsprechend optimistisch zeigte sich der Metabo-Chef auch beim Blick auf das neue Jahr: „Wir rechnen damit, dass wir auch 2011 kräftig wachsen werden und dabei die Ertragskraft des Unternehmens weiter verbessern können. Die neue klare Ausrichtung unserer Marke kommt im Markt sehr gut an, und das gibt uns die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein.“

Unternehmensentwicklung

Metabo steigert Umsatz zweistellig durch Konzentration auf Profis

Neue Ausrichtung kommt im Markt gut an – Vollsortiment für pro­fes­­sionelle Anwender und Systemlösungen für die Kernziel­grup­pen Metall- sowie Bauhandwerk und Renovation – Neue Anwen­dungs­felder für akkubetriebene Geräte

Nürtingen, Januar 2011: Die neue Strategie zahlt sich für Metabo aus: „Der Markt honoriert unsere konsequente Konzentration auf professionelle Anwender und unseren Fokus auf die beiden Kernzielgruppen Metallhandwerk sowie Bau- und Renovierungshandwerk“, erklärte der Vorstands­vor­sitzende Horst W. Garbrecht in einem Pressegespräch am Freitag, 14. Januar, am Nürtinger Stammsitz des Unternehmens. Das zeige sich klar an einem deutlichen Umsatz­zuwachs. Laut Garbrecht rechnet Metabo für das Jahr 2010 mit einem Umsatz von 338 Mio. Euro – ein Plus von 26 Mio. gegenüber 2009. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit 1.700 Mitarbeiter, davon mehr als 1.000 in Nürtingen. Metabo hat 2010 sein Produkt­programm an die neue Ausrichtung ange­passt und neben Schweißgeräten auch beispielsweise große stationäre Maschinen aus dem Sortiment genommen. Diese Produkte hatten zuletzt rund 14 Mio. Euro zum Umsatz beigetragen. Bereinigt um diesen Sortimentseffekt, stieg der Umsatz laut Garbrecht um 40 Mio. Euro oder rund 13 Prozent. Stark ge­stie­gen ist dabei der Anteil neuer Produkte: Während Metabo noch 2008 mit 32 Prozent nur knapp ein Drittel des Umsatzes mit Geräten erzielt hat, die nicht länger als drei Jahre auf dem Markt sind, lag dieser Wert 2010 bei 55 Prozent. Die bei Metabo traditionell hohe Exportquote lag bei rund 75 Prozent. 24 Vertriebsgesellschaften und mehr als 100 Importeure sichern die internationale Präsenz der Nürtinger.

Positives operatives Ergebnis erzielt

„In das positive Gesamtbild passt auch, dass wir 2010 nach Verlusten in den Krisenjahren wieder ein positives operatives Ergebnis erreichen werden“, betonte der Vorstandsvorsitzende. „In der Ver­gangen­­heit haben wir versucht, sowohl professionelle Anwender als auch den Do-it-yourself-Bereich mit unseren Produkten zu erreichen. Aber das ist ein Spagat, der für ein mittelständisches Unternehmen zur Zerreißprobe werden kann. Deshalb konzentrieren wir uns wieder auf unsere angestammten Stärken. Metabo ist als Hersteller von Elektro­werk­zeugen für Profis in Handwerk und Industrie groß geworden. Wir freuen uns natürlich, wenn ambitionierte Heimwerker unsere Geräte kaufen – aber konzipiert und entwickelt werden sie ausschließlich mit Blick auf die professionellen Anwender und deren Anforderungen.“ Dabei biete Metabo für alle Gewerke ein Vollsortiment und den beiden Kernzielgruppen Metall- und Bauhandwerk zusätzlich ausgefeilte System­­lösungen.

Maximale Mobilität mit akkubetriebenen Geräten

Den zweiten Akzent lege die neue Ausrichtung des Unternehmens auf maximale Mobilität, betonte Garbrecht. Deshalb habe das Unternehmen einerseits alle Produkte für den stationären Einsatz aus dem Programm gestrichen und setze andererseits sehr stark auf das Thema Akku. In den nächsten Jahren werde jedes Metabo-Gerät, bei dem das sinnvoll möglich sei, mindestens auch in einer Akkuvariante auf den Markt kommen. Die Kombination aus einer sehr leistungsfähigen Akku-Technologie und der technologisch ausgefeilten Antriebs- und Motorentechnik von Metabo eröffne Akkugeräten ganz neue Einsatz­gebiete. Als Beispiele nannte Garbrecht die neue Range von akku­betriebenen Werkzeugen zur Edelstahlbearbeitung und die Akku-Magnetkernbohr­maschine MAG 28 LTX 32. Dieses Gerät sei eine absolute Weltneuheit, die viele neue Anwendungsmöglichkeiten biete – etwa beim Bau von Strommasten oder Seilbahnen. „Da gibt es typi­scher­weise weit und breit keinen Stromanschluss, aber sehr wohl die Anforderung, große Löcher in harten Stahl zu bohren. Doch wir sind uns sicher, dass auch jeder Stahlbauer sehr schnell die Vorteile der Metabo-Akku-MAG zu schätzen weiß“. Die MAG 28 LTX 32 sei zudem in einer weiteren Hinsicht richtungsweisend. „Wir wollen unsere Kernziel­gruppen mit echten Innovationen über­zeugen, die ihre Anforderungen einfach besser erfüllen als das, was es auf dem Markt bislang gibt“, erklärte Garbrecht.

Die Konzentration der Kräfte und innovative Entwicklungsmethoden hätten schon 2010 dazu geführt, dass neue Entwicklungen sehr viel schneller auf den Markt kämen. Deshalb sei das vergangene Jahr von einer in der Geschichte des Unternehmens beispiellosen Neuheiten-Offensive gekennzeichnet gewesen. Garbrecht: „Diesen Weg wollen wir weiter gehen: unseren Kunden im Handwerk und im Handel sehr genau zuhören und ihre Wünsche sehr schnell in serienreife neue Produkte umsetzen.“

Entsprechend optimistisch zeigte sich der Metabo-Chef auch beim Blick auf das neue Jahr: „Wir rechnen damit, dass wir auch 2011 kräftig wachsen werden und dabei die Ertragskraft des Unternehmens weiter verbessern können. Die neue klare Ausrichtung unserer Marke kommt im Markt sehr gut an, und das gibt uns die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein.“

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