Stich- und Handkreissägen im Test

21.10.2010

Markengeräte sind die Sieger

Die beste der getesteten Stichsägen: Bosch PST 1000 PEL.
Testsieger bei den Handkreissägen: Metabo KS 66. Punktgleich mit den Geräten von Makita und Bosch.
Vier von sieben Handkreissägen bestanden den Dauertest nicht.
3.000 Belastungszyklen sollten die Schutzhauben aushalten. Fotos: Bosch, Metabo, Stiftung Warentest

In der Ausgabe 11/2010 der Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest 14 Stich- und Handkreissägen für Heimwerker getestet. In beiden Gruppen schnitten die teureren Markengeräte deutlich besser ab als die Billigmaschinen aus dem Baumarkt.

Eigentlich war das Testergebnis der Stiftung Warentest keine wirkliche Überraschung, sondern nur eine Bestätigung vieler auch auf werkzeug-news.de zu findenden Aussagen. Die meisten Billiggeräte fielen wegen schlechter Handhabung, zu geringer Leistung oder Nichtbestehen der Dauerprüfung durch. Gut schnitten nur Markengeräte ab.

Schrott mit  Zähnen

So betitelte die Stiftung Warentest die minderwertigen Sägeblätter, die einigen Maschinen serienmäßig beilagen. Mit hochwertigen Stichsägeblättern können sogar Billigmaschinen eventuell noch akzeptable Leistungen vollbringen. Alle Stichsägen wurden deshalb mit guten Sägeblättern getestet. Anders die Handkreissägen: Hier kostet ein gutes Sägeblatt wesentlich mehr als ein Stichsägeblatt, oft sogar mehr als der Preis von Billigsägen. Während Profis in der Handkreissäge für verschiedene Aufgaben auch unterschiedliche Sägeblätter einsetzen, sägen Heimwerker meist alles mit dem eingebauten Blatt. So haben es auch die Tester gemacht. Das war vielleicht auch mit ein Grund, warum die Billig-Handkreissägen bei der Sägeprüfung versagten. Frusterlebnisse hatten die Tester aber auch bei den Stichsägen. Mit Küchenarbeitsplatten oder Buchenholz waren einige Billigmaschinen überfordert. Die 40 mm dicken Küchenarbeitsplatten deckten auch mangelnde Winkeltreue und zu viel Spiel in den Sägeblattführungen auf.

Teures muss nicht immer gut sein

Am Beispiel der Black & Decker Stichsäge KS 950 SL merkten die Tester an, dass aber auch ein hoher Preis keine Garantie für gute Qualität sei. Bei der Maschine verstopfte die Staubabsaugung mehrfach, die Grundplatte war unpraktisch und die Pendelhubwirkung schwand im Dauertest. Zudem fehlte der Nachweis für das GS-Zeichen auf der Maschine.

Ungefähr die Hälfte der Testgeräte scheiterte an der Dauerprüfung. Bei den Handkreissägen blieben sogar alle vier Billigmaschinen mit Motor- oder Getriebeschaden auf der Stecke.

So schnitten die Testgeräte ab

Bei den Stichsägen erzielten nur die Bosch PST 1000 PEL (139 Euro) und die Metabo STE 100 Plus ein „Gut“. Die Skil-Stichsäge 4270 (39 Euro), sowie die Meister Craft MPS 800 EL (30 Euro) und die Black & Decker KS 950 SL (100 Euro) waren befriedigend. My Tool MT-ST 800 E (31 Euro) von ISC (Einhell) und Alpha-Tools PS 600 E (25 Euro) von Bauhaus blieben bei der Dauerprüfung auf der Strecke und bekamen ein „Mangelhaft“.

Auch bei den Handkreissägen sah es nicht viel anders aus. Testsieger war die Metabo KS 66 (219 Euro) vor der Makita 5017 RKB mit integrierter Staubabsaugung (281 Euro) und der grünen Bosch PKS 66 AF (199 Euro). Alle drei schnitten punktgleich mit „Gut“ ab. Die vier weiteren Testkandidaten scheiterten an der Dauerprüfung und bekamen die Bewertung „mangelhaft“. Es waren Meister  Basic BHKS 1200 B (30 Euro), die Basic B-HKS 55 (41 Euro), die CMI C-HKS 1200 P (35 Euro) von Obi und die Ergotools Pattfield E-HKS 1200L (50 Euro) von Hornbach (ICS).

Den vollständigen Testbericht mit allen Testergebnissen finden Sie in test, Ausgabe 11/2010, und auf www.warentest.de. Sie können ihn von der Website der Stiftung Warentest für 2,50 Euro downloaden.

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