Elektrowerkzeug-Markttrends 2006

01.03.2010

Bosch macht 6% mehr Umsatz mit Elektrowerkzeugen

Uwe Raschke, Elektrowerkzeug-Chef bei Bosch. Foto: Bosch

Uwe Raschke, Vorsitzender des Bereichsvorstands des Geschäftsbereichs Power Tools der Robert Bosch GmbH, berichtete anlässlich der Fachpressekonferenzen am 27. und 28. Februar 2007 in Leinfelden über die Geschäftsergebnisse und Branchentrends.

„Der Geschäftsbereich Bosch Power Tools setzt seinen Wachstumskurs fort. Währungsbereinigt stieg der Bosch-Umsatz mit Elektrowerkzeugen, Zubehör und Gartenwerkzeugen auf 2,8 Milliarden Euro, 90 Prozent davon erzielten wir im Ausland. Damit erreichten wir ein Wachstum von etwa sechs Prozent über Vorjahr und liegen das dritte Jahr in Folge jeweils deutlich über den Wachstumsraten des Weltmarkts. Bei gewerblichen Elektrowerkzeugen verzeichnet Bosch sogar ein zweistelliges Wachstum drei Jahre hintereinander weltweit.

Im Jahr 2006 ist der Weltmarkt für Elektrowerkzeuge wertmäßig um drei Prozent auf ein Volumen von 8,0 Milliarden Euro gewachsen. In der Menge gab es einen Zuwachs von vier Prozent auf 160 Millionen Stück. Unser Ertrag hat sich trotz des schwierigen Marktumfelds weiter verbessert und erfüllt unsere Erwartungen. Zu unseren wichtigsten Wachstumsregionen gehören Europa, Asien-Pazifik und Lateinamerika, wo wir ein zweistelliges Wachstum erzielten.

Das europäische Marktvolumen vergrößerte sich um fünf Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Diese Entwicklung wurde nicht nur von der Wirtschaftsdynamik in Osteuropa getragen, sondern auch die Märkte Westeuropas zeigten mit vier Prozent Wachstum in 2006 erstmals wieder eine positive Entwicklung. Unser Geschäft mit Elektrowerkzeugen für Handwerker verlief in Europa mit zweistelligen Wachstumsraten besonders dynamisch. Doch auch unsere Produkte für Heimwerker wurden stark nachgefragt, so dass wir die europäische Marktführerschaft weiter ausbauen konnten.

In Nordamerika war das Marktwachstum nach einem starken Vorjahr aufgrund der sich deutlich abschwächenden Baukonjunktur leicht rückläufig. Bosch hat seine Marktposition behauptet. In Lateinamerika blieb das Marktwachstum mit rund zehn Prozent auch 2006 stark, wovon der Verkauf unserer Produkte überproportional profitierte. Ebenso fällt unsere Bilanz in Asien-Pazifik insgesamt positiv aus. Das Marktvolumen vergrößerte sich um drei Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. In Japan schritt der Markt auf seinem Erholungskurs fort, das übrige Asien verzeichnete überwiegend ein starkes Wachstum.

Wachstum durch Innovation

Zu den weltweiten Erfolgsgaranten von Bosch zählten 2006 vor allem Akkugeräte mit Lithium-Ionen-Technologie. Kein Hersteller verfügt über mehr Erfahrung auf diesem Gebiet. Bosch Power Tools hat als erster Anbieter die Vorteile dieser Akku-Technik für Elektrowerkzeuge nutzbar gemacht und verfügt über die vielfältigste Produktpalette – von Feinwerkzeugen wie den Dremel Stylus über gewerblich genutzte Bohrhämmer bis zum weltweit ersten Lithium-Ionen-Rasenmäher, dem "Rotak LI". Unser Akkuschrauber Ixo blieb das dritte Jahr in Folge das weltweit meistverkaufte Elektrowerkzeug. Seit 2003 sind nunmehr sechs Millionen Exemplare produziert worden.

In diese Fußstapfen tritt der Isio, die weltweit erste Gras- und Strauchschere mit Lithium-Ionen-Akku. Und auch im gewerblichen Bereich hat Bosch die Lithium-Ionen-Palette im Jahr 2006 weiter ausgebaut: unter anderem durch den weltweit einzigen Winkelschrauber GWI 10,8 V mit einem bis zu 90 Grad verstellbaren Schraubkopf, den Bohrhammer GBH 36 V mit Wechselfutter oder den Schlagbohrschrauber mit 36 V Compact-Akku und dem Gewicht eines herkömmlichen 14,4 V-Schraubers.

Große Erfolge verzeichnete Bosch auch bei Messwerkzeugen. Im Heimwerkersektor erreichten wir in diesem Segment in Deutschland innerhalb nur eines Jahres die Marktführerschaft. Wir brachten als erster Anbieter einen Laser-Entfernungsmesser für Heimwerker erfolgreich auf den europäischen Markt. Und auch im professionellen Bereich sind wir Innovationsführer bei Messwerkzeuge, unter anderem mit dem kleinsten Laser-Entfernungsmesser der Welt.

Im Do-It-Yourself-Bereich ist Bosch mit seiner grünen Produktlinie 2006 weiterhin klarer Marktführer in Europa. Auch dieses Geschäft wuchs mit neun Prozent annähernd zweistellig. In deutschen Baumärkten sind 17 der 20 bestverkauften Elektrowerkzeuge von Bosch. Wir haben nicht nur die Herausforderung durch die Anbieter von No-Name-Produkten erfolgreich gemeistert, sondern auch aggressive Wettbewerber Jahr für Jahr weiter hinter uns gelassen.

Ein Grund für diese Erfolge ist unsere hohe Innovationskraft. So beantragte die Bosch-Gruppe im Jahr 2006 über 3.000 Patente, das heißt etwa 14 Patente pro Arbeitstag. Und auch Power Tools hat die Innovationskraft weiter erhöht: Nunmehr 36 Prozent des Gesamtumsatzes erzielten wir 2006 mit Produkten, die jünger als zwei Jahre sind.

Nachhaltigkeit des Erfolgs

Trotz des Wachstums geht Bosch sorgfältig mit den natürlichen Ressourcen um. Dies findet allgemein Anerkennung: Besonders stolz sind wir über die Auszeichnung „Ökomanager des Jahres“, an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Bosch-Gruppe durch die Umweltstiftung WWF Deutschland und die Zeitschrift Capital. Umweltschutz ist auch bei Power Tools ein gelebter Unternehmensgrundsatz, der den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte berücksichtigt, vom Lieferanten der Komponenten bis zum Recycling des ausgedienten Werkzeugs.

Um die kontinuierlich steigende Nachfrage zu bedienen, baut Bosch Power Tools seine Fertigung international weiter aus und eröffnet im zweiten Quartal 2007 im russischen Engels einen neuen Fertigungsstandort für Einstiegsprodukte des professionellen Bereichs. Damit verbessert Power Tools die Marktposition in diesem Segment im stark wachsenden russischen Markt, aber auch europaweit. Im Rahmen des geplanten Aufbaus des Werks in Engels sollen bis Ende 2008 etwa 200 Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt stieg die Zahl der Mitarbeiter des Geschäftsbereichs von 14.000 in 2005 auf 14.500 heute. Wir haben vornehmlich in Osteuropa und Asien Arbeitsplätze geschaffen. In Deutschland haben wir trotz eines schwierigen globalen Wettbewerbsumfeldes die Anzahl der Beschäftigten gehalten.

Mit Optimismus blicken wir in die Zukunft. Für 2007 erwarten wir ein weiteres wertmäßiges Wachstum des Weltmarkts für Elektrowerkzeuge. Dies gilt auch für Europa, insbesondere für Osteuropa. Lediglich der nordamerikanische Markt ist zur Zeit aufgrund der Abschwächung der Bauindustrie schwer einzuschätzen, die Wachstumsraten könnten dieses Jahr dort wesentlich geringer ausfallen als in Europa bis hin zur Stagnation. Wir wollen unsere führende Marktposition in allen unseren Geschäftsfeldern weiter ausbauen und zusätzliche Marktanteile in einem harten Wettbewerbsumfeld gewinnen. Wir tun dies, indem wir die Prozessqualität kontinuierlich steigern, den Kundenservice konsequent ausbauen und vor allem unsere Innovationskraft weiter erhöhen. So werden wir auch in diesem Jahr weiter wachsen.

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