Marktzahlen für Elektrowerkzeuge

19.02.2004

Elektrowerkzeug-Markt soll wieder wachsen – moderates Wachstum im Jahr 2004

Foto: Bosch

Obwohl im letzten Jahr weltweit ein Prozent mehr Elektrowerkzeuge verkauft wurden, nahm der Gesamtwert des Marktes ab. Uwe Raschke, Elektrowerkzeug-Chef von Bosch, blickt jedoch zuversichtlich auf die kommenden Jahre.

Auf der Fachpressekonferenz am 18. Februar 2004 berichtete Uwe Raschke, Vorsitzender des Bereichsvorstands des Geschäftsbereichs Elektrowerkzeuge der Robert Bosch GmbH, ausführlich über die Situation im Elektrowerkzeugmarkt:

„Im vergangenen Jahr verzeichnete der Weltmarkt für Elektrowerkzeuge wertmäßig einen Rückgang um elf Prozent. Währungsbereinigt stagnierte er und erreichte ein Volumen von 7,1 Milliarden Euro. Mengenmäßig wuchs der Weltmarkt um ein Prozent auf 131 Millionen Elektrowerkzeuge. Wesentlicher Grund für diese Entwicklung war die schwache Weltkonjunktur und die zunehmende Zahl verkaufter Billigprodukte.

Das nordamerikanische Marktvolumen hat sich 2003 um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro verringert. In Euro gerechnet, hat Nordamerika seinen Platz als größter Einzelmarkt in der Triade an Europa abgetreten. Mengenmäßig ist diese Region aber immer noch die Nummer eins. Das wertbezogene Volumen ging in Europa um ein Prozent zurück und erreichte 2,9 Milliarden Euro. Diese Entwicklung ist auf das nur schwach wachsende Bruttosozialprodukt, die anhaltend schwache Baukonjunktur und den vom Handel vollzogenen Bestandsabbau zurückzuführen.

In Asien hingegen fällt die Bilanz 2003 für Elektrowerkzeuge insgesamt positiv aus. Das Marktvolumen ist um zwei Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Während der japanische Markt stagniert, verzeichnen wir im übrigen Asien – vor allem in China – ein starkes Wachstum.

In Lateinamerika war der Markt ebenfalls rückläufig: Der Umsatz mit Elektrowerkzeugen ging um zwei Prozent auf 0,2 Milliarden Euro zurück. Ausschlaggebend hierfür war die nicht einfache wirtschaftliche und politische Situation in der Region.

Die Schwierigkeiten in den großen Märkten beeinflussten auch unseren Umsatzverlauf. Der Bosch Geschäftsbereich Elektrowerkzeuge erzielte im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro – dies ist währungsbereinigt ein Rückgang um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Auslandsanteil betrug 89 Prozent.

Langfristig sind Elektrowerkzeuge ein Wachstumsmarkt

In den kommenden Jahren erwartet Bosch eine insgesamt positive Entwicklung für den Elektrowerkzeugmarkt. Wir gehen mengenmäßig von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von drei bis vier Prozent aus. Im laufenden Jahr wird der Weltmarkt währungsbereinigt auch wertmäßig wieder moderat wachsen. Mengenmäßig rechnen wir mit einer Zunahme um rund vier Prozent. In Europa werden Wachstumsimpulse vor allem von den osteuropäischen Märkten ausgehen. Zudem sehen wir Marktchancen in Asien.

Mit einer positiven Entwicklung für unser Unternehmen rechnen wir 2004 vor allem wegen der bisher nicht erreichten Zahl neuer Produkte, die wir im Jahresverlauf auf den Markt bringen. In solchen Innovationsoffensiven sehen wir eine Schwerpunktaufgabe eines jeden Markenherstellers. Wir erwarten von unseren Handelspartnern, dass sie sich mit der gleichen Hingabe für die Bekanntmachung und den Verkauf neuer Produkte einsetzen, wie wir uns bemüht haben, uns diese Produkte auszudenken, sie zu entwickeln, zu fertigen und beim Verwender bekannt zu machen. Wir blicken zuversichtlich den kommenden Jahren entgegen und vertrauen neben unserer Innovationskraft auf die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter und die Treue unserer Kunden."

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