Aus Elu wird DeWalt

28.09.2001

Vom lokalen Anbieter zum Global Player

Eigentlich war es schon lange kein Geheimnis mehr, entsprechend der globalen Konzernstrategie von Black & Decker soll die deutsche Traditionsmarke Elu zu DeWalt werden. Innerhalb der nächsten drei Jahre werden bei allen Händlern Elu-Maschinen aus den Regalen verschwinden und durch die baugleichen DeWalt-Modelle ersetzt.

Die Umstellung der Marke Elu auf die Profimarke DeWalt im Fachhandel ist bereits angelaufen. „Das DeWalt-Maschinenprogramm ist übrigens technisch absolut baugleich mit dem der Schwestermarke Elu", versichert der bisherige Elu- und neue DeWalt-Chef in Deutschland,Manfred Thinnes. „Im Vergleich mit Elu bietet DeWalt ein deutlich größeres Sortiment - bei Maschinen wie auch bei Zubehör.“Ein breites Systemzubehörprogramm aus eigener Fertigung soll das Angebot künftig abrunden.

Die Marke DeWalt geht zurück auf Raymond DeWalt, der im Jahre 1922 die Radialarmsäge erfand und zur Marktreife entwickelte. Mehrere Jahrzehnte lang setzte diese stationäre Maschine in ihrer Kategorie den Maßstab im Hinblick auf Qualität, Technik und Leistung. In Deutschland hatten DeWalt Radialkreissägen jedoch immer nur einen geringen Marktanteil. In den 80er Jahren verschwand die Marke ganz vom deutschen Markt. Die Radialkreissägen sowie die Black & Decker Professional Produkte wurden zu Elu-Maschinen. Aus dem ursprünglichen Holzspezialisten wurde ein Vollsortimenter mit Elektrowerkzeugen und stationären Maschinen.

Was Elu in Deutschland war, wurde in Amerika ab 1992 DeWalt, die neue Profimarke von Black & Decker. Bereits wenig später war DeWalt mit über zwei Milliarden Mark Umsatz die absolute Nummer 1 in Nordamerika, dem umsatzstärksten Einzelmarkt der Welt. Weitere wichtige Absatzmärkte in Asien und Europa wurden seitdem systematisch erschlossen. Heute ist DeWalt mit Umsätzen zirka vier Milliarden Mark die weltweit am stärksten wachsende Marke. Auch in den meisten Ländern Europas ist DeWalt inzwischen erfolgreich eingeführt.

Nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden die Maschinen immer noch im grauen Elu-Gehäuse verkauft. Ein Grund dafür war auch der weniger erfolgreiche Versuch, DeWalt Mitte der 90er als Profimarke in Bau- und Heimwerkermärkte zu bringen. Nun heißt es wieder raus aus den Baumärkten, denn die Profiprodukte von DeWalt soll es künftig nur noch im Fachhandel geben.

Zu praktisch jedem Elu-Gerät gibt es eine baugleiche DeWalt-Maschine, die sich nur durch das gelbe Gehäuse und eine neue Typenbezeichnung unterscheidet. Aus dem Elu Bohrhammer BH 22 wird nun der DeWalt Bohrhammer DW 563. Die bekannte TGS 173 heißt künftig DW 743.

„Hauptkennzeichen der DeWalt-Markenpolitik sind eine hohe Innovationskraft und ständige Sortimentserweiterungen“, betont Elu/DeWalt-Marketingleiter Ottmar Kandler und führt dafür folgendes Beispiel an: Allein im Akku-Bereich wartet DeWalt mit Werkzeugsystemen in sechs Leistungsklassen auf – von 7,2 Volt über 9,6 Volt, 12 Volt, 14,4 Volt und 18 Volt, bis hin zu 24 Volt. Das 24-Volt-System ist in der Leistung mit Netzgeräten vergleichbar. Diese Maschinen erschließen dem Anwender überall dort neue Einsatzfelder, wo die bisherige Akkuleistung nicht ausreichte. Im Einstiegsbereich bietet DeWalt auf der Plattform des ebenfalls neuen 7,2-Volt-Akkusystems, das insbesondere unter den Aspekten Handlichkeit und ermüdungsarmes Arbeiten interessant ist, den ersten 7,2-Volt-Knickschrauber.

Für den professionellen Anwender hat DeWalt mit dem Konzept „30-1-1“ ein im Markt einzigartiges Servicepaket entwickelt. Es beinhaltet eine Geld-zurück-Garantie bis 30 Tage nach dem Kauf, ein Jahr lang kostenlose Wartungsinspektionen und ein Jahr Vollgarantie. Hinzu kommen Reparaturen zu Festpreisen inklusive Abholdienst. Die Reparatur-Durchlaufzeit im Zentralkundendienst beträgt nur 24 Stunden. DeWalt-Elektrowerkzeuge und Zubehör für den harten Dauereinsatz gibt es im qualifizierten Fachhandel - dort, wo der Einkauf von Maschinen für den gewerblichen Einsatz stattfindet.

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