Atlas Copco Druckluft-Meißelhämmer und Nadelentroster

15.07.2014

Staub- und vibrationsarme Sanierung des Elbtunnels in Hamburg

Mit Druckluft-Meißelhämmern des Typs Pro-P2550 von Atlas Copco Tools werden derzeit die Stahlguss-Ringe des Elbtunnels ertüchtigt.
Die schadhaften Bleidichtungen werden mit vibrationsarmen Meißelhämmern aus den Ritzen herausgeholt.
Die Nadelentroster des Typs Pro-P2540 verfügen über eine wirkungsvolle Staubabsaugung, was für die Gesundheit der unter Tage arbeitenden Werker wichtig ist. (Fotos: Atlas Copco Tools)

Besondere Anforderungen an Maschinen von Atlas Copco. Staub- und vibrationsarm müssen die Meißelhämmer und Nadelentroster sein. Denn beim Großeinsatz geht es um nichts Geringeres, als um die Sanierung des ersten Elbtunnels. Eine besondere Herausforderung für Mensch und Druckluftmaschinen. Denn die Bauschäden in den Tunneln sind enorm und nicht einfach zu bewältigen.

Nach gut 100 Jahren Betrieb traten Ermüdungserscheinungen am Elbtunnel auf, der die St.-Pauli-Landungsbrücken mit Hamburg-Steinwerder verbindet. Jetzt wird das Hamburger Denkmal und Wahrzeichen der Hansestadt fürs nächste Jahrhundert fitgemacht – mit Druckluftwerkzeugen von Atlas Copco.

Großeinsatz mit besonderen Anforderungen

Eine Großbaustelle mit besonderen Anforderungen. An zahlreichen Stellen drang  Feuchtigkeit ein, die Korrosionsschäden in der Konstruktion hervorrief. 15.000 Meter Bleidichtungen müssen erneuert werden. Hätte man die alten Dichtungen einfach ausgefräst und beschliffen, wären größere Mengen Staub aufgewirbelt worden. Um diese Staubbelastung weitgehend zu vermeiden, suchten die Hamburger ein geeigneteres Reparaturverfahren. Dabei sollten die reduzierten Staubmengen zuverlässig abgesaugt werden. „Nachdem wir 70 unterschiedliche Werkzeuge von verschiedenen Anbietern auf ihre Praxistauglichkeit getestet hatten, entschieden wir uns für zwei Gerätetypen von Atlas Copco Tools“, so Tunnelexperte Victor Gozens. So kommen am Elbtunnel nun die pneumatischen Meißelhämmer des Typs Pro-P2550 und die Nadelentroster Pro-P2540 zum Einsatz.

Hart aufs Material – sanft für die Bediener

Mehr als zwei Dutzend dieser Geräte sind mittlerweile in 24 Metern Tiefe im Dauereinsatz. Auf zwei Arbeitsschichten schälen die Werker das oxidierte und schadhafte Blei mit den Meißelhämmern aus den Spalten und Ritzen. Bis zu 30 Millimeter des korrodierten Materials tragen sie dabei ab und füllen den entstandenen Hohlraum in mehreren Lagen mit Bleiwolle auf. Hiernach verstemmen sie den weichen metallischen Dichtstoff oberflächenbündig mit den P2550-Hämmern. Deren Frequenz von 40 Schlägen pro Sekunde sei für diese Arbeiten optimal, beurteilen die Sanierungsspezialisten. Von Vorteil sei die integrierte Vibrationsdämpfung, die die Arbeiter spürbar entlaste.
Die Schläge wirkten zwar mit voller Kraft aufs Material, aber dank der wirksamen Vibrationsdämpfung der Maschinen würden die Rückschläge dermaßen stark abgefedert, dass sie die Arbeiter kaum noch störten.

Kontrollierte Absaugung von Schadstoffen

Im letzten Arbeitsgang wird die neue Fugenfüllung mit den P2550-Nadelentrostern regelrecht poliert. Auch hier, wie überhaupt bei allen Arbeiten, die Bleistaub freisetzen könnten, werden Absaughauben auf dem Schlagwerkzeug angebracht und der schädliche Staub abgeführt.

„Dass die Absaugungen eingesetzt werden, kontrollieren nicht nur wir selbst. Auch externe Arbeitsmediziner haben ein wachsames Auge auf uns“, so  Victor Gozens. Gerade weil man die Gesundheitsrisiken erkannt habe, könne man ihnen durch die geeigneten Werkzeuge mit ihrer effektiven Absaugung begegnen.

Verläuft alles weiter nach Plan, wird die Ertüchtigung der östlichen Elbtunnelröhre 2016 abgeschlossen sein. Danach soll die Instandsetzung des westlichen Tunnels mit derselben Ausrüstung in Angriff genommen werden.

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