Heizkörper lackieren

02.11.2013

Tipps zum Streichen und Lackieren

Nicht nur den Pínsel an den Heizkörper halten, sondern die Heizkörper erst zum Lackieren vorbereiten. Foto: fotolia.de/bauemotion.de
Einfacher als Streichen mit Pinsel oder Rolle ist meist das Sprühen der neuen Farbe. Foto: Bosch

Heizkörper werden im Laufe der Jahre oft unansehnlich, sodass ein Neuanstrich erforderlich ist. Man muss nicht gleich einen Fachmann rufen. Heizkörper streichen ist einfacher als gedacht. Wenn die richtigen Vorbereitungen der Heizkörper getroffen werden, hält der Lack auch lange.

Auch beim Streichen der Heizkörper ist das A und O die gute Vorbereitung. Bevor es losgehen kann, braucht der Heimwerker passendes Material und Werkzeug: Abdeckfolie, Anlauger (Pulver), Heizkörperlack und  -pinsel, Lackrolle und -wanne oder Heizkörper­lack­spray. Außerdem wird zum Lackieren der Heizung ein Schwamm, ein Eimer mit Seifenlauge, Gummihandschuhe und gegebenenfalls eine Atemschutzmaske benötigt.

Die Heizkörper müssen rechtzeitig vor dem Lackieren ausgeschaltet und die umgebenden Wand- und Bodenflächen großflächig mit Folie abgedeckt werden. Zuerst sollten Sie die Heizkörper mit einem Schwamm und Seifenlauge abwaschen und danach gründlich trocknen. Anschließend den Eimer sowie den Schwamm ausspülen, bevor der Eimer im nächsten Schritt wieder bis zur Hälfte mit warmem Wasser gefüllt wird, um das Anlaugpulver gemäß Dosieranleitung hinzuzugeben. Ausgestattet mit Schutzhandschuhen können Sie dann die Anlaugflüssigkeit mit dem Schwamm großzügig auftragen und 30 Minuten einwirken lassen. Danach nicht vergessen, die Oberfläche mit klarem Wasser abzu­spülen. Angerostete Stellen am besten mit feinem Schleifpapier entfernen und anschließend mit einem Rostschutzgrund vorstreichen.

Dann kann es endlich mit dem Lackieren losgehen: Den Heizkörperlack in eine Lackwanne füllen, sodass er von der Rolle gleichmäßig aufgenommen werden kann. Lackieren Sie zuerst die hinteren Rippen des Heizkörpers, bevor Sie sich an die vorderen machen.

Wichtig: Beim Heizkörperstreichen immer darauf achten, dass die Farbe zügig und nicht zu dick aufgetragen wird. Eine zu dicke Farbschicht mindert später die Heizleistung. Bei Bedarf kann der Heizkörper auch ein zweites Mal lackiert werden – allerdings erst, nachdem der erste Anstrich vollständig getrocknet ist.

Lack aus der Spraydose

Alternativ kann auch Heizkörpersprühlack verwendet werden. Dabei müssen alle Fenster im Raum geschlossen sein, um Zugluft zu vermeiden, die den Sprühnebel später in die falsche Richtung treiben könnte. Außerdem empfiehlt es sich, eine Atemschutzmaske zu tragen. Der Lack ist dann aus etwa 20 Zentimetern Entfernung gleichmäßig auf den Heizkörper zu sprühen. Dabei immer horizontal, vertikal und diagonal im Wechsel (Kreuztechnik) arbeiten, bis die Heizung nahtlos mit Lack bedeckt ist.

Professioneller geht es mit einem Farbsprühgerät. Auch hier ist darauf zu achten, dass nicht irgendein beliebiger Lack, sondern spezieller Heizkörperlack verwendet wird.

Bevor die Fenster des Raumes zum Lüften geöffnet werden, sollte der Lack komplett getrocknet sein. Erst dann darf auch die Heizung wieder eingeschaltet werden.

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