Alte Türen entlacken und neu streichen

28.09.2001

Jungbrunnen für alte Türen


Fotos: Obi

Eine alte Tür, schön renoviert, verbreitet viel Atmosphäre und belebt so manche Fassade. Die Wiederherstellung einer alten Tür, die über Jahrzehnte diverse Farbanstriche über sich ergehen lassen musste, lässt sich auch in Eigenregie erledigen.

Alte Haus- oder Wohnungstüren zeigen nicht nur den Flair vergangener Zeiten, sie sind auch meist ein Beispiel für eine präzise Handwerkskunst. Oft verdeckt unter mehreren Schichten Farbe, tritt nach deren Entfernung eine liebevolle Tischlerarbeit zu Tage, wie sie heute bei dem üblichen Massenangebot gar nicht mehr vorkommt und wohl auch kaum erschwinglich wäre. So lohnt es sich, aus optischen wie aus finanziellen Gründen eine alte Tür genau in Augenschein zu nehmen und bei guter Substanz von Grund auf zu renovieren.

Die Schönheit einer alten Tür ist oft unter dicken, rissigen Lackschichten verborgen. Diese müssen zuerst einmal ab. Um die Holzstruktur wieder sichtbar zu machen, lagern Sie als Erstes die Tür horizontal auf zwei Böcken. Die alte Farbe lässt sich mit einem FCKW-freien Abbeizer, zum Beispiel Obi Classic Abbeizer, der mit einem breiten Pinsel aufgetragen wird, aufweichen und nach etwa 30 Minuten Einwirkzeit mit einem Spachtel abschieben. Bei mehreren Farbschichten sollte diese Prozedur wiederholt werden, bis die originale Holzstruktur wieder offen liegt. Besonders hartnäckige Stellen sind mehrmals zu behandeln. Beim Abbeizvorgang sind Gummihandschuhe und gegebenenfalls eine Atemmaske zu empfehlen.

Alte Türen oder auch Möbel haben oft mit Leisten verzierte oder profilierte Oberflächen. Beim Abschaben der Farbschichten ist ein Spachtel dann schnell überfordert. Hier hilft zur Farbentfernung eine saubere Drahtbürste oder auch Stahlwolle, die in Fugen und Ecken kommt und den erweichten alten Lack aus den Vertiefungen holt. Letzte Rückstände lassen sich schließlich durch Nacharbeiten mit einem Schleifklotz beziehungsweise bei Profilierungen mit einem von Hand geführten Schleifpapier beseitigen.

Besteht eine Tür im Wesentlichen aus großen Flächen, so ist der Einsatz eines Exzenter- oder Schwingschleifers angebracht. Ein solches Gerät spart Muskelkraft, legt die Holzporen schnell frei und saugt den bei Schleifarbeiten anfallenden Feinstaub auch noch selbst auf. Für die Ecken empfiehlt sich ein Dreieck- oder Deltaschleifer zusätzlich, wenn man sich mühsame Handarbeit ersparen will.

Ist alles sauber, kann mit einem neuen Anstrich begonnen werden. Damit das freigelegte Holz allen Umwelteinflüssen trotzen kann, ist mit einem Holzimprägniergrund anzufangen, der mit einem breiten Naturborstenpinsel aufgetragen wird. Nach dem gründlichen Trocknen erfolgt der erste Endanstrich, zum Beispiel mit Obi Classic Fenster/Türlasur, einer Farbe, die die Holzstruktur sichtbar unterstützt. Der Pinsel ist dabei stets in Maserungsrichtung zu führen. Zwei Behandlungen mit dieser Lasur genügen, um die Tür wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen.

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