Vorsicht beim Umgang mit Ethanol-Kaminen

03.12.2010

Gefahr im Wohnzimmer

Foto: Standfeuer-Shop, Annemarie Lück

Die Stiftung Warentest warnt vor Ethanol-Kaminen und Deko-Artikeln, die mit flüssigem Ethanol befüllt werden, denn Unfälle mit Ethanol-Feuern häufen sich. Erst vor wenigen Tagen erlag eine Frau aus Schleswig-Holstein ihren Verletzungen nach einem Unfall mit einem Dekofeuer.

Immer wieder kommt es zu Fehlbedienungen. Ethanol ist ein Brennstoff, der offen stehend verdampft. Bei Temperaturen über 21 Grad Celsius bildet er zusammen mit Luft ein leicht entzündliches, sogar explosionsfähiges Gemisch. Wenn der Dekokamin nach dem Befüllen einige Zeit offen steht, kann ein Funke ausreichen und die Dämpfe können sich entzünden. Aufgrund seiner leichten Entzündbarkeit wird Ethanol auch als Brandbeschleuniger eingesetzt. Läuft Ethanol beim Befüllen aus und entzündet sich, brennt schnell der ganze Raum lichterloh.

Kamine und Deko-Feuer können ungeprüft auf den Markt gebracht werden. Überwachte Sicherheitsregeln für diese Geräte gibt es nicht und somit auch kein GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit. Eine Norm mit Anforderungen an die funktionelle Sicherheit ist noch nicht veröffentlicht. Die Stiftung rät jedoch, sich auch von Prüfzeichen nicht zu einem leichtfertigen Kauf oder Umgang verleiten zu lassen. Das hohe gesundheitliche Risiko im Falle eines möglichen Fehlgebrauchs hat der Nutzer.

Weitere Informationen zum Thema finden sich online unter www.test.de.

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