Baumärkte entdecken neue Einnahmequellen

09.03.2017

Baumarktkunden würden für DIY-Helfer bezahlen

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen der Handelsbetriebe für Heimwerken, Bauen und Gärtnern.

Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des BHB sind Baumarktkunden bereit, sich bei DIY-Projekten in Haus und Garten fachkundig helfen zu lassen und dafür einen kostenpflichtigen Services des Baumarkthandels in Anspruch zu nehmen.

Viele Heimwerker und Hobbybastler sollen bereit sein, sich bei der Umsetzung ihrer DIY-Projekte in Haus und Garten fachkundig helfen zu lassen, auch wenn sie dies Geld kostet. 43 Prozent der Kunden von Baumärkten würden für einen dort angebotenen Handwerkerservice bezahlen. Und 42 Prozent würden entgeltliche Hilfe bei einfacheren Heimwerkerarbeiten in Anspruch nehmen. Das sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov Deutschland im Auftrag des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB).

Im Rahmen der Befragung untersuchten die Marktforscher, ob Verbraucher – unabhängig von einem konkreten Preis – grundsätzlich bereit wären, für bestimmte Dienstleistungen und Services des Baumarkthandels zu bezahlen. An der Umfrage nahmen 2033 Personen teil, wovon 1594 Befragte in den vergangenen zwölf Monaten Kunde des Baumarkthandels waren. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Einen unterstützenden Handwerkerservice würden 67 Prozent aller Befragten nutzen und zur Umsetzung geplanter Projekte einen Handwerker über den Baumarkt beauftragen. 40 Prozent der Befragten wären auch bereit, dafür zu zahlen, 27 Prozent hätten nur Interesse, wenn der Service unentgeltlich wäre. Von den Baumarktkunden würden sogar 43 Prozent das Angebot entgeltlich nachfragen, 28 Prozent würden den Service kostenlos nutzen.

Auch einen Heimwerkerservice fänden viele Befragte interessant: 66 Prozent aller Befragten könnten sich vorstellen, Hilfskräfte für kleinere DIY-Tätigkeiten im Baumarkt zu beauftragen, etwa für Transporte, den Zusammenbau von Möbeln oder das Aufhängen von Regalen oder Lampen. Bei 39 Prozent der Befragten wäre auch eine Zahlungsbereitschaft vorhanden, 27 Prozent hätten Interesse, würden den Service aber ausschließlich kostenlos nutzen. Bei den Baumarktkunden ist das Interesse noch höher: Hier würden sogar 42 Prozent für das Angebot Geld ausgeben.

Für eine Gartenplanung würden 33 Prozent aller Befragten (36 Prozent der Baumarktkunden) bezahlen und als Baumarktservice – von Grundstücksanalyse und darauf basierenden Gestaltungskonzeptionen – in Anspruch nehmen. Eine entgeltliche Zaunplanung (Analyse der Geländesituation, Aufzeigen individueller Gestaltungsmöglichkeiten (Zaunarten/Werkstoffe/Farbvarianten und Projektplanung)) könnten sich 22 Prozent der Befragten (23 Prozent der Baumarktkunden) vorstellen.

Weniger interessant finden die Befragten den Direktvertrieb von Baumarktartikeln als Serviceleistung, bei dem mit Verkaufsfahrzeugen Haushalten DIY-Sortimente direkt an der Haustür angeboten werden: Hierfür würden nur 12 Prozent der Verbraucher (13 Prozent der Baumarktkunden) Geld in die Hand nehmen.

Fast die Hälfte der Heimwerker wollen sonntags in den Baumarkt

Darüber hinaus untersuchten die Marktforscher, welche Leistungen und Services des Baumarkthandels die Verbraucher auch am Wochenende nutzen möchten. 43 Prozent der Befragten würden der Umfrage zufolge gerne auch sonntags in den Baumarkt gehen, um Waren und Sortimente vor Ort auszuwählen und kaufen zu können. Unter den Baumarktkunden ist dies mit 48 Prozent der Befragten sogar fast die Hälfte. Und sonntags bestellte Waren im Baumarkt vor Ort abholen zu können, das wünschen sich immerhin 11 Prozent aller Befragten (12 Prozent der Baumarktkunden).

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2033 Personen zwischen dem 17. Februar und 20. Februar 2017 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.