Elektrowerkzeugmarkt weltweit

04.05.2014

Bosch Power Tools verteidigt seine Spitzenposition erfolgreich

Weltmarkt Elektrowerkzeuge - wechselkursbereinigte Ent- wicklung.
Weltmarkt in Wert nach Regionen.
Bosch Power Tools weltweit.
Bosch Elektrowerkzeug-Umsätze nach Erdteilen.

Der Bosch Geschäftsbereich Power Tools hat sich 2013 weltweit behauptet und wie im Jahr zuvor einen Umsatz von 4,0 Milliarden Euro erzielt. Negative Wechselkurs­effekte der Währungen einiger wichtiger Märkte verhinderten ein Umsatzwachstum, das wechsel­kursbereinigt bei drei Prozent gelegen hätte. Wir berichten hier aus den Referaten zur Bosch Fachpressekonferenz.

Der weltweite Markt für Elektrowerkzeuge, Zubehör, Messgeräte und Gartengeräte konnte um drei Prozent zulegen und weist damit ein Volumen von 25,4 Milliarden Euro auf. „Obgleich unser Wachstum 2013 durch Wechselkurseffekte in wichtigen Regionen stark beeinträchtigt wurde, sind wir in den Geschäftsfeldern Elektrowerkzeuge, Zubehör und Messtechnik weltweit nach wie vor die Nummer eins, bei Gartengeräten die Nummer zwei“, behauptet Henning von Boxberg, Vorsitzender des Bereichsvor­standes. 2014 will Bosch mit seiner Fokussierung auf strategische Wachstumsfelder, wie Akku-Techno­logie, Messtechnik und Zubehör, sowie seiner Konzentration auf aufstrebende Märkte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren habe man mit dieser Strategie stets Marktanteile gewonnen und somit die Weichen für kontinuierliches Wachstum gestellt. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit insgesamt rund 19.000 an 37 Standorten weltweit konstant.

Zur Umsatzrendite des Geschäftsbe­reichs äußerte sich Bosch im Rahmen seiner Bilanz-Pressekonferenz Ende April nur indirekt. Die Umsatzrendite des Bereichs Gebrauchsgüter, der eigentlich nur noch aus Power Tools besteht, betrug 10,4 Prozent. Im EBIT von 415 Millionen Euro. Allerdings war hierdrin noch das anteilige Nachsteuerergebnis des Gemeinschaftsunternehmens Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH enthalten. Auch ohne dieses Ergebnisses soll die Rendite des Unternehmensbereichs erfreulich gewesen sein.

Zum Vergleich: Der amerikanische Stanley Black & Decker-Konzern meldete für seinen Geschäftsbereich Construction/Do it Yourself mit den Marken Stanley, DeWalt, Black + Decker, Porter Cable, Bostitch, Powers und GQ Tools für 2013 einen Umsatz von 5,4811 Milliarden US$ (= ca. 4,0 Milliarden Euro) und erzielte damit einen Umsatzzuwachs von 5,6 Prozent auf US$-Basis.

Aber auch Bosch konnte in einzelnen Märkten zulegen. In lokaler Währung erzielte das Unternehmen vor allem in Lateinamerika ein Plus von zwölf Prozent. In seinem Hauptmarkt Europa erwirtschaftete der Geschäftsbereich vier Prozent mehr Umsatz. Treiber war vor allem die Nachfrage in Russland. Bosch Power Tools konnte dort 2013 mit einem Plus von 14 Prozent doppelt so schnell wachsen als der Markt. „Durch die Einführung von Produkten, die speziell auf die Bedürfnisse der Verwender in aufstrebenden Märkten zugeschnitten sind, und unter Berücksichtigung der Kaufkraft in diesen Märkten ist es uns erneut gelungen, Marktanteile zu gewinnen“, betonte von Boxberg.

Im Gegensatz zu den aufstrebenden Märkten konnte der europäische Markt 2013 kein Wachstum verzeichnen. Der wichtige Teilmarkt für handgehaltene Elektrowerkzeuge und Stationärgeräte war mit minus einem Prozent sogar rückläufig, hauptsächlich bedingt durch die Entwicklung in Südeuropa. Dort machten sich in einzelnen Ländern, insbesondere in Spanien und Italien, die Folgen der Finanzkrise bemerkbar. Bosch Power Tools rechnet hier für das laufende Jahr allerdings mit einer leichten Erholung. In Asien hat sich der Absatz, trotz der konjunkturellen Eintrübung in China, mit einem Plus von fünf Prozent gut entwickelt. Zweistellige Wachstumsraten konnten unter anderem in Indien, Indonesien, Vietnam und den Philippinen erzielt werden. Diesen Erfolg verdankt Bosch marktge­rechten Produkten, die sich stark an den Bedürfnissen gewerblicher Verwender orientieren.

In Nordamerika ging der Bosch-Umsatz um drei Prozent zurück. Gründe für die rückläufige Entwicklung waren ungünstige Witterungsbedingungen und die bewusste Entscheidung, dem herrschenden Preisdruck zugunsten der eigenen Ertragskraft nicht nachzugeben. Alle anderen Regionen entwickelten sich positiv. Insgesamt erwirtschaftet Bosch Power Tools rund 90 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands.

Der Laserentfernungsmesser PLR 15 ist so klein und handlich wie ein Textmarker.
Der GLM 30 ist die Profiversion des kleinen Laserentfernungsmessers mit größerer Reichweite.
Mit dem Kreuzlinienlaser PLL 2 lassen sich viele Objekte leicht ausrichten.

Erfolg durch innovative Produkte

Innovative Produkte gehören zu den Erfolgsgaranten bei Bosch Power Tools. Wichtiges Kernfeld ist und bleibt das Akkusegment. War im Jahr 2007 jedes dritte Gerät kabellos, so besitzen weltweit inzwischen 43 Prozent und damit fast die Hälfte aller Elektrowerkzeuge einen Akku. Weiterhin im Vormarsch ist die Lithium-Ionen-Technologie. Bereits 83 Prozent aller Akkugeräte in Europa sind damit ausgestattet. Bosch konnte seine Marktführerschaft im Akkubereich 2013 erneut ausbauen. Grundlage des Erfolgs sind vor allem Systemgeräte, deren Akku man untereinander austauschen kann. 2014 wird Bosch dieses Angebot erneut erweitern.

Im Bereich Messtechnik konnte Bosch die weltweite Marktführerschaft weiter ausbauen. Während der Markt 2013 um acht Prozent zulegte, wuchs der Bosch-Umsatz um 13 Prozent und damit wesentlich schneller als der Markt. Der Erfolg beruht nach Einschätzung von Henning von Boxberg vor allem auf der einfachen Handhabung der Produkte, ein wichtiges Kaufargument sowohl für Heim- als auch für Handwerker. Der im Herbst 2013 eingeführte Laser-Entfernungsmesser PLR 15, so klein und handlich wie ein Textmarker, machte die Lasertechnik mit seiner selbsterklärenden Ein-Knopf-Bedienung erstmals auch Menschen mit wenig Erfahrung im Umgang mit Messgeräten zugänglich. Nach dem Erfolg des PLR 15 bringt Bosch 2014 mit dem GLM 30 Professional nun das Pendant mit höherer Reichweite für Profis auf den Markt. Ein neues Gerät für Heimwerker ist der PLL2. Er ist der erste Kreuzlinienlaser, der Linien in jedem gewünschten Winkel projizieren kann. Das macht das Ausrichten von Objekten besonders leicht und eröffnet neue gestalterische Möglichkeiten.

Weniger im Fokus der Verwender, aber von Bedeutung für effizientes Arbeiten ist das richtige Zubehör. Bosch wuchs 2013 in diesem wichtigen Teilmarkt mit fünf Prozent nahezu doppelt so schnell als der Markt (plus drei Prozent) und konnte so seine Marktführerschaft in diesem von zahlreichen Anbietern umkämpften Segment ausbauen. Vielfältige Innovationen optimieren das Zubehör und steigern so die Effizienz der Arbeit. Neuheiten, wie extralange Tauchsägeblätter für Profi-Multi-Cutter zum Ausbau von Fenstern und besonders leistungsstarke Säbelsägeblätter mit Hartmetallzähnen, führen diese Entwicklung 2014 fort.

Bosch Power Tools wird in Deutschland im Laufe des Jahres 2014 wieder mehr als 100 Neuheiten auf den Markt bringen. Diese Innovationskraft ist wichtige Grundlage für den Erfolg des Geschäftsbereichs: 2013 wurden rund 35 Prozent des Umsatzes mit Produkten erzielt, deren Markteinführung weniger als zwei Jahre zurücklag.

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