Neue Umsatzzahlen von Würth

13.01.2012

Zweistelliger Umsatzzuwachs bei Würth

Der Umsatz von Würth ist im letzten Jahr kräftig gestiegen.
Das Würth Betriebsgelände in Künzelsau-Gaisbach.
Der neue Verwaltungsanbau. Foto: Würth

Die Würth-Gruppe, der größte Direktvertreiber für Montage- und Befestigungstechnik, erzielte 2011 mit 9,7 Milliarden Euro einen neuen Umsatzrekord. Nach dem vorläufigen Jahresabschluss ist das Unternehmen um 12,3 Prozent gewachsen. Das Betriebsergebnis wird jedoch nur auf Vorjahresniveau erwartet.

Besonders stark konnte Würth den Umsatz in Deutschland steigern. Hier legte der Konzern um 14 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu. Wesentlichen Anteil daran trägt die Adolf Würth GmbH & Co. KG. Das Mutterunternehmen des Konzerns steigerte seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Um diese Entwicklung auch künftig zu unterstützen, wird am Standort in Künzelsau kräftig investiert. Erst am 6. Dezember 2011 war die Grundsteinlegung für ein neues Vertriebszentrum gefeiert worden. Es soll 60 Millionen Euro kosten. Bereits im Frühjahr 2012 wird ein Anbau des Verwaltungsgebäudes in Künzelsau fertiggestellt.

Das operative Betriebsergebnis 2011 wird etwa 80 Millionen Euro höher sein als im Vorjahr. Verluste aus der Solarproduktion, unter anderem im Zusammenhang mit der Aufgabe dieses Bereiches, beeinflussen jedoch den Gewinn negativ. Deshalb wird für 2011 nur ein Gesamtergebnis wie im Vorjahr erwartet (2010: 385 Millionen Euro).

Die Zahl der Beschäftigten stieg bei Würth um 3.680 auf 66.113 Mitarbeiter. Hier spiegelt sich die Fokussierung des Unternehmens auf den Vertrieb wider: Knapp die Hälfte des Personals ist im Außendienst beschäftigt. In Deutschland wurden 1.446 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

„Wir planen 2012 wieder ein zweistelliges Umsatzwachstum im Konzern“, so Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung. „Allein die Weltkonjunktur kann diese Aussicht trüben.“ Die große Unsicherheit über den Fortgang der Euro-Krise und ihre Folgen für die Europäische Währungsunion laste auf der wirtschaftlichen Entwicklung.

Dennoch ist es für die Würth-Gruppe ein ganz besonderes Jahr: Erstmals soll die 10-Milliarden-Euro-Umsatz-Grenze geknackt werden. Den endgültigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wird die Würth-Gruppe auf ihrer Bilanzpressekonferenz am 10. Mai 2012 vorlegen.