Hornbach Geschäftszahlen 2012/2013 1. Halbjahr

13.10.2012

Hornbach macht 2012 mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Positiver Trend trotz schwierigem Marktumfeld. Logo: Hornbach

Die Hornbach Holding AG konnte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2012/2013 den Konzernumsatz um ein Prozent auf knapp 1,8 Mrd. Euro steigern, aber das Ertragsniveau des Vorjahres nicht erreichen. Das Baumarkt-Filialnetz wächst im gleichen Zeitraum um drei Standorte und die Mitarbeiterzahl legt um rund 450 zu.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2012/2013 hat der Hornbach Holding AG Konzern (Hornbach-Gruppe) den Umsatz im Zeitraum 1. März bis 31. August 2012 vor allem dank eines trotz der konjunkturellen Krise in Europa weiter erfreulichen Geschäfts in Deutschland um 1,0 Prozent auf 1.797,5 Mio. Euro erhöhen können. Gleichzeitig ging das Betriebsergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent auf 153,2 Mio. Euro zurück, das Unternehmen hofft aber, das Gesamtjahr wieder auf dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres abzuschließen.

Die leicht rückläufige Ergebnisentwicklung lag laut Hornbach vor allem an zwei Faktoren: der verhaltenen Konsumbereitschaft in weiten Teilen West- und Osteuropas sowie dem extremen Sommerwetter.

Vergrößerung der DIY-Marktanteile im Inland

In der Baumarkt-Sparte der Hornbach-Baumarkt-AG (Do-it-yourself-Einzelhandel bzw. DIY) stiegen die Umsätze der europaweit 137 Filialen − trotz eines Umsatzrekords im Vorjahr im ersten Halbjahr − um 0,9 Prozent auf 1.681,9 Mio. Euro. Deutschland bleibt dabei weiterhin der mit Abstand größte Markt für Hornbach. Im Inland hat sich Hornbach laut eigenen Angaben erneut besser entwickelt als der Wettbewerb und Marktanteile hinzugewonnen. Die Umsätze in Deutschland legten im ersten Halbjahr um 1,5 Prozent auf 971,3 Mio. Euro zu.

Die Popularität des viertgrößten deutschen Baumarktbetreibers bei den Heimwerkerkunden belegt auch der diesjährige Kundenmonitor Deutschland, eine Verbraucherstudie über den Handel. Nach den im September veröffentlichten Ergebnissen haben die Konsumenten im Jahr 2012 Hornbach erneut in wichtigen Kategorien, wie beispielsweise Preis-Leistungs-Verhältnis, Qualität der Waren, aber auch beim Vergleich von Preis, Service und Produktangebot zum Wettbewerb, als bestes Unternehmen der DIY-Branche bewertet.

Die Umsätze der Hornbach-Filialen in den acht Ländern außerhalb Deutschlands erreichten nach sechs Monaten in etwa das Vorjahresniveau. Flächen- und währungskursbereinigt lagen die Umsätze jedoch um 2,1 Prozent unter dem Vorjahr. Die schwelende Euro-Schuldenkrise und pessimistischere Konjunkturprognosen belasteten laut Hornbach in den Sommermonaten die Konsumlaune vieler Menschen sowohl in Teilen West- als auch Osteuropas spürbar.

Kräftiges Plus im Baustoffhandel

Das Wachstum im Baustoffhandel war in den ersten sechs Monaten noch kräftiger als bei den Bau- und Gartenmärkten der Hornbach-Gruppe. So stieg der Umsatz im Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH im ersten Halbjahr um 2,6 Prozent auf 114,8 Mio. Euro. Stärker als der Umsatz ist das EBIT des Teilkonzerns gestiegen. Es nahm um 13,9 Prozent auf 5,5 Mio. Euro zu.

Auch das dritte Unternehmen der Gruppe, die Hornbach Immobilien AG, hat sich positiv entwickelt. Sie verbesserte ihr Betriebsergebnis in den ersten sechs Monaten um 4,9 Prozent auf 23,4 Mio. Euro.

Neue Standorte und gestiegene Mitarbeiterzahl

Die Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2012/2013 wurde wegen der gestiegenen konjunkturellen Unsicherheiten und der verschlechterten Stimmung bei den europäischen Verbrauchern leicht herabgesetzt. Erwartet wird für den Hornbach Holding AG Konzern nun ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und ein Betriebsergebnis (EBIT) auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2011/2012 (169 Mio. Euro).

Nachdem in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres drei neue Hornbach-Märkte in Sundbyberg (Schweden), Timisoara (Rumänien) und Riddes (Schweiz) eröffnet worden sind, plant das Unternehmen für das zweite Halbjahr Neueröffnungen in Oberhausen und Bremen (Ersatzstandort).

Erfreulich ist auch die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen: Die Zahl der Mitarbeiter stieg seit dem Bilanzstichtag 29. Februar 2012 um 452 auf 14.772.