Hornbach Unternehmenszahlen 2011/2012

26.05.2012

Mehr als 3,2 Milliarden Euro Umsatz

Hornbach hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 (1. März 2011 bis 29. Februar 2012) mehr verdient. Der Konzernumsatz der Hornbach Holding AG erhöhte sich um 6,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg im gleichen Zeitraum um 6,3 Prozent auf 169,1 Millionen Euro.

Damit habe das Unternehmen seine Umsatz- und Ertragsprognosen erfüllt und seine Marktposition gestärkt. Die Hornbach Bau- und Gartenmärkte (DIY) in Deutschland haben sich deutlich besser als die Gesamtbranche entwickelt und ihren Marktanteil von 8,8 Prozent auf 9,2 Prozent ausbauen können.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 stiegen die Umsätze der Bau- und Gartenmärkte der Hornbach-Gruppe flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen oder Schließungen, um 2,8 Prozent, nach 2,6 Prozent im Vorjahr. Die stärkste Wachstumsrate verzeichnete Hornbach erneut in Deutschland, wo die Bau- und Gartenmärkte (auch flächenbereinigt) um 5,8 Prozent zulegten. Im Vergleich: Die DIY-Branche in Deutschland verzeichnete von Januar bis Dezember 2011 ein flächenbereinigtes Umsatzplus von nur 1,0 Prozent; im gleichen Zeitraum wuchsen die inländischen Hornbach-Märkte sogar um mehr als sieben Prozent.

Albrecht Hornbach, der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Holding AG, sagte zur Bilanzvorlage in Frankfurt: „Das zurückliegende Geschäftsjahr 2011/2012 war für uns erstklassig.“ Die Ertragskraft der Unternehmensgruppe stufte er als „bemerkenswert“ ein.

Der größte operative Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG, der mit 134 Einzelhandelsfilialen in neun Ländern erstmals die Umsatzschwelle von drei Milliarden Euro übersprang, verbesserte das Betriebsergebnis (EBIT) auf 128,4 Millionen Euro, ein Plus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerungen in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne sowie leicht verbesserten Kostenrelationen im Filialbetrieb zurückzuführen.

Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH, der aktuell 24 Niederlassungen im regionalen Baustoffhandel in Südwest-Deutschland betreibt, erhöhte das EBIT im Berichtsjahr um 16,5 Prozent auf 3,8 Millionen Euro. Im Teilkonzern Hornbach Immobilien AG lag das EBIT mit 39,0 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau.

Insgesamt legte das Betriebsergebnis im Hornbach Holding AG Konzern proportional zum Umsatzanstieg um 6,3 Prozent auf 169,1 Millionen Euro zu. Der Konzernjahresüberschuss der Hornbach Holding AG erreichte 94,6 Millionen Euro. Im Vorjahr war der Konzernjahresüberschuss (99,1 Millionen Euro) durch eine nachträgliche Körperschaftsteuergutschrift in Höhe von 8,2 Millionen Euro begünstigt.

„Unser Ertragswachstum im vergangenen Geschäftsjahr ist umso erfreulicher, als wir wieder einen zweistelligen Millionenbetrag für strategische Zukunftsprojekte aufgewendet haben. Dazu zählt vor allem der zügige Ausbau unseres Online-Handels“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Unter www.hornbach.de können sich Häuslebauer, Heimwerker und Gartenliebhaber inzwischen über mehr als 40.000 Artikel informieren und über 13.000 direkt nach Hause schicken lassen.

Weitere Millionen flossen Albrecht Hornbach zufolge in aufwändige Umbauten, mit denen beispielsweise die Bildershops, die Farbenabteilungen oder die Bad- und Küchencenter modernisiert werden. Überdies leistete sich die Hornbach-Gruppe auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder einen Millionenaufwand für die Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Standorte.

Als besonderen Erfolg wertete der Vorstandschef auch, dass das Unternehmen bei der wichtigsten Umfrage zu Kundenzufriedenheit, dem Kundenmonitor Deutschland, 2011 so gut abgeschnitten hat, wie noch nie ein Baumarktunternehmen zuvor. In 17 von 33 Kategorien wählten die Verbraucher Hornbach auf den ersten Platz. Darunter waren unter anderem das Preis/Leistungs-Verhältnis, die fachliche Beratung und die Königsdisziplin der „Globalzufriedenheit“.

Analog dazu wurde Hornbach in Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Schweden mit ersten Plätzen bei Kundenbewertungen ausgezeichnet. „Bei den Verbrauchern ist Hornbach als Partner für Bau- und Renovierungsprojekte etabliert“, sagte Albrecht Hornbach. „Die Menschen honorieren unsere Kombination aus Fachberatung, Sortimentsbreite, Serviceleistungen und Dauertiefpreisen. Damit differenzieren wir uns erfolgreich vom Wettbewerb.“

Bis zu 15 neue Märkte und Ersatzstandorte in den nächsten zwei Jahren geplant

Die Hornbach-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011/2012 das Investitionsvolumen um fast 50 Millionen Euro auf 162,9 Millionen Euro erhöht und die Kapitalstruktur weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote im Gesamtkonzern stieg von 43,1  auf 45,9 Prozent. Nach drei Markteröffnungen im Geschäftsjahr 2011/2012 sind in den nächsten beiden Jahren bis zu 15 Neubauten geplant. Der Schwerpunkt der Expansion liegt unverändert im Ausland. Die Hornbach-Gruppe, die zum Bilanzstichtag 29. Februar 2012 insgesamt 14.320 (plus 4,0 Prozent) Beschäftigte zählte, veranschlagt das Investitionsbudget für die Geschäftsjahre 2012/2013 und 2013/2014 mit jeweils 200 bis 250 Millionen Euro.

Die Umsätze sollen laut der im Geschäftsbericht veröffentlichten Prognose im laufenden Geschäftsjahr im mittleren einstelligen und im Folgejahr im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Das Betriebsergebnis der Hornbach-Gruppe wird leicht über dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres erwartet; 2013/2014 soll es dann schneller wachsen als der Umsatz der Gruppe.

Ertragskennzahlen Hornbach-Gruppe (Hornbach Holding AG Konzern)

Kennzahl (Mio. Euro, sofern nicht anders angegeben) 2011/2012 2010/2011 Veränderung
Nettoumsatz 3.204 3.017 6,2%
EBITDA 246,5 228,7 7,8%
EBIT 169,1 159,1 6,3%
Ergebnis vor Steuern 131,9 126,8 4,0%
Konzernjahresüberschuss * 94,6 99,1* -4,5%

* Der Konzernjahresüberschuss 2010/2011 beinhaltet eine einmalige Körperschaftsteuergutschrift in Höhe von 8,2 Millionen Euro.

Ertragskennzahlen Hornbach-Baumarkt-AG Teilkonzern

Kennzahl (Mio. Euro, sofern nicht anders angegeben) 2011/2012 2010/2011 Veränderung
Nettoumsatz 3.001 2.836 5,8%
davon in Deutschland 1.729 1.641 5,4%
davon im europäischen Ausland 1.272 1.195 6,5%
Umsatzwachstum vergleichbare Fläche 2,8% 2,6%  
EBITDA 184,3 172,6 6,8%
EBIT 128,4 119,1 7,8%

(Differenzen durch Rundung in Mio. Euro; Prozentveränderungen auf Basis Tsd. Euro gerechnet)