Akkuschrauberrennen am 28. Mai 2011 in Hildesheim

Mit dem Rapid Racer tritt ein HAWK-Team gegen die Konkurrenz an. Der schwarze Renner wurde am Computer konstruiert und weitgehend im 3D-Druck gefertigt.

26.05.2011

15 Teams kämpfen mit 18 Volt

Zum siebten Mal startet das Akkuschrauberrennen in Hildesheim.
Steffen Belkkat aus Werder (Havel) tritt für Bosch gegen die Studententeams an.
Auch der Rapid Racer wird von einem Akku-Bohrschrauber angetrieben.
Der Bosch PSR 18 LI-2 ist der Motor für alle Renner. Fotos: Boch/ HAWK

Am 28. Mai 2011 starten 15 Teams zum neuen Akkuschrauberrennen in Hildesheim.  Diese von der Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim organisierte Veranstaltung findet bereits zum siebten Mal statt.

Die Idee des Akkuschrauberrennens: Studenten treten mit selbstgebauten Fahrzeugen, die von einem Akku-Bohrschrauber angetrieben werden und auf denen mindestens eine Person fährt, gegeneinander an. Damit alle Teilnehmer gleiche Voraussetzungen haben, stellt der Hauptsponsor Bosch jeweils einen Akku-Bohrschrauber PSR 18 LI-2 für die Rennmaschinen zur Verfügung.

Mehr als 80 Studierende aus technischen und gestalterischen Studiengängen haben sich für das Akkuschrauberrennen am 28. Mai 2011 angemeldet. Mit dabei sind 15 Teams. Sie kommen aus sechs Bundesländern und der Schweiz von den Hochschulen HFBK Hamburg, KISD Köln, HAWK Hildesheim, Hochschule Reutlingen, FH Hannover, Hochschule Coburg, Hochschule Emden-Leer, HFBK Braunschweig, Hochschule RheinMain Rüsselsheim, Bauhaus-Universität Weimar sowie ZHDK Zürich. Erstmals geht auch ein nichtstudentisches Team an den Start: Auf der Heimwerker-Community 1-2-do.com von Bosch wurde eine Wild Card zur Teilnahme am Rennen verlost. Diese gewannen Tüftler aus Werder (Havel).

Schnell, leicht und elegant ins Ziel

In diesem Jahr geht es beim Akkuschrauberrennen nicht nur um Geschwindigkeit und gestalterische sowie technisch raffinierte Umsetzungen, sondern auch um Leichtbau. Denn erst mit einem leichten Rennfahrzeug und einem Akku-Bohrschrauber mit 18 Volt als Antrieb erreichen die Fahrzeuge Geschwindigkeiten von rund 30 km/h.

Veranstaltet wird das Rennen ab 12:00 Uhr in einem Hangar auf dem Flugplatz in Hildesheim.

Die 15 Teams wetteifern um Siegerplätze in den vier Kategorien: Geschwindigkeit, Gewicht, Fachjury und Publikum. Verschiedene Preise warten auf die Gewinner, unter anderem ein Heimwerkerpaket mit Elektrowerkzeugen von Bosch und ein Rundflug mit einem Tragschrauber.

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Ein Fahrzeug aus dem 3D-Drucker

Fotos des Rapid Racers (3): Johannes Roloff

Die Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst geht beim Akkuschrauberrennen 2011 mit zwei Teams an den Start. Der schwarze Rapid Racer des Herausforderer-Teams aus Hildesheim wurde bereits vor dem Rennen für die Talente 2011 nominiert und vom Rat für Formgebung mit dem DesignPlus-Award ausgezeichnet.

Bis auf Zahnrad, Räder, Kette und einigen Schrauben wurde das Fahrzeug komplett am Computer konstruiert und vollständig im 3D-Druck gefertigt. In einem 900 x 600 x 900 Millimeter großen Bauraum wurden innerhalb von zehn Tagen 3.600 Schichten Kunststoff in einer Stärke von gerade einmal 0,25 Millimeter bei konstant 60° Celsius nacheinander aufgetragen. Nur mit dieser Technik sind bionische Strukturen aus der Natur möglich, die Gewicht einsparen und trotzdem hochstabil sind. Dadurch wiegen alle Druckteile des Rennfahrzeugs zusammen nur rund 8,3 Kilogramm. Das Gesamtgewicht des kompletten Renners beträgt 13 Kilogramm.

Es ist das erste Fahrzeug, das mit dieser Drucktechnik erbaut wurde. Der 3D-Druck wird hauptsächlich in der Produktentwicklung eingesetzt, um die Funktionalität und das Aussehen von Prototypen nachzubilden.