Umsatzrekord bei Stihl

04.10.2010

Stihl hat die Weltwirtschaftskrise überwunden

Die Stihl-Unternehmensgruppe hat von Januar bis August 2010 einen Umsatz in Höhe von 1.640 Millionen Euro erzielt, was einem Wachstum von 16,9 Prozent entspricht. Davon sind 5,5 Prozent allerdings währungsbedingt, vor allem hervorgerufen durch die Stärke der brasilianischen, australischen und kanadischen Währungen gegenüber dem Euro.

„Mit unserem starken Wachstum können wir sogar unseren Rekordumsatz von 2008 übertreffen und so die Folgen der schweren Weltwirtschaftskrise bereits in diesem Jahr überwinden“, betont Dr. Bertram Kandziora, Vorstandsvorsitzender der Stihl AG, bei der Herbstpressekonferenz Ende September in Waiblingen. Weltweit gewann das Unternehmen Marktanteile in vielen Produktgruppen. „Mit der ersten Akku-Motorsäge von Stihl zünden wir im Herbst eine neue Stufe unserer Akku-Offensive im deutschen Markt. Mit diesem profitauglichen Gerät werden wir sowohl Profi- als auch anspruchsvolle Privatanwender überzeugen“, ist sich Dr. Kandziora sicher.

Internationale Marktposition ausgebaut

Stihl konnte beim Absatzvolumen in diesem Jahr weltweit zweistellig – und damit überdurchschnittlich – zulegen. Dadurch hat die Gruppe ihre Position während der Weltwirtschaftskrise im internationalen Markt weiter ausgebaut. Mit  der gestiegenen Produktion hat auch das Beschäftigungsvolumen zugenommen. Zum 31. August 2010 betrug der Personalstand weltweit 11.111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was 0,4 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Bis Jahresende ist bei anhaltender Produktionssteigerung ein weiterer Beschäftigungsaufbau vorgesehen.

Stabiler Umsatz im deutschen Markt

Nachdem bereits im Krisenjahr 2009 der Umsatz um vier Prozent gesteigert werden konnte, ist in diesem Jahr die Umsatzentwicklung im deutschen Markt stabil. Die Verluste durch den extremen Winter konnte Stihl schnell wieder aufholen, sodass der Umsatz Ende August auf Vorjahresniveau liegt. Auch der Verkauf von Viking-Rasenmähern und Rasentraktoren entwickelte sich kräftig. Die „Premiumstrategie“ trifft die Erwartungen der Kunden - mit Qualität, Ergonomie und Design. Der Vorstandsvorsitzende zeigt sich optimistisch: „Wir erwarten durch die Einführung neuer Produkte sowie starke Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen weiteres Umsatzwachstum. Von dem Trend zum Wohlfühlen im eigenen Garten profitiert die gesamte Gartenbranche. Das Wohnzimmer wächst sozusagen in den Garten. Die Kunden schätzen dabei besonders  Qualitätsprodukte.“

Für den deutschen Markt wurde im Mai 2010 das neue Logistikzentrum der Vertriebszentrale in Dieburg, Hessen, offiziell in Betrieb genommen. Mit einem Investitionsvolumen von über 25 Millionen Euro das die größte Bauinvestition in der Geschichte der Vertriebszentrale. Neubau und Modernisierung waren notwendig, da der Absatz stark gewachsen war und mit den vorhandenen Kapazitäten nicht mehr bewältigt werden konnte. „Mit dem neuen Logistikzentrum schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit  und bauen unsere Stärke - die schnelle und komplette Belieferung des Fachhandels - weiter aus“, erläutert Dr. Kandziora die Bedeutung der Investition.

Deutsches Stammhaus legt erheblich zu

Im deutschen Stammhaus der Andreas Stihl AG & Co. KG werden schwerpunktmäßig Trennschleifer und ein großer Teil der Profimotorsägen und Profifreischneider für den Weltmarkt gefertigt. Das Stammhaus profitiert daher stark von der konjunkturellen Erholung in Bau- und Forstwirtschaft. Der Umsatz im Stammhaus stieg von Januar bis August 2010 um 15 Prozent auf 505 Millionen Euro. Auch Absatz- und Produktionsvolumen sind erheblich gewachsen. Das Beschäftigungsniveau nahm zu, negative Arbeitszeitkonten wurden abgebaut und die Belegschaft stieg im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,8 Prozent auf 3.788 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. August 2010. Davon arbeiten 2.836 Beschäftigte in Waiblingen, 307 in Ludwigsburg, 592 in Prüm-Weinsheim und 53 in Wiechs am Randen. Das Unternehmen hat im laufenden Jahr bereits über 100 befristet Beschäftigte neu eingestellt.

Starke Ausbildung sichert Fachkräfteniveau im Stammhaus

Aufgrund der traditionell starken Ausbildung bei Stihl erwartet Dr. Kandziora „für die nächsten Jahre keine einschneidenden Probleme bei der Gewinnung von Fachkräften. Wir verfolgen am Arbeitsmarkt eine langfristige Strategie und haben neben den Anstrengungen in die eigene Ausbildung beispielweise die Zahl der Werkstudenten im Unternehmen deutlich erhöht.“ In den letzten Jahren konnte das Unternehmen fast 40 Prozent der offenen Ingenieurs-Stellen aus dem Pool dieser Studenten besetzen. „Die Möglichkeit, schnell Verantwortung übernehmen zu können und unsere überdurchschnittlichen freiwilligen Sozialleistungen – wie Erfolgsprämie, Betriebsrente und Mitarbeiterkapitalbeteiligung - machen das Unternehmen für Bewerber außerordentlich attraktiv“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Allen interessierten und geeigneten Auszubildenden, die ihre Lehre 2010 abgeschlossen haben, wurde ein unbefristetes, in Einzelfällen auch befristetes Arbeitsverhältnis angeboten. „Als Familienunternehmen nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr und bilden traditionell über Bedarf aus“, so der Vorstandsvorsitzende. Bis Oktober beginnen 60 junge Menschen ihre Ausbildung im Stammhaus, wo insgesamt 210 Auszubildende arbeiten. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 5,7 Prozent, was über dem Branchendurchschnitt liegt.

Stihl präsentiert Akku-Kraft im Baukastensystem

Zur Saison 2010/2011 erweitert der Hersteller sein Sortiment im Akkusegment deutlich. Nach den 2009 erfolgreich eingeführten Akku-Heckenscheren HSA 65 und HSA 85 präsentiert das Unternehmen in diesem Herbst mit der MSA 160 C-BQ eine Motorsäge, mit dem FSA 65 und dem FSA 85 zwei Motorsensen sowie mit dem BGA 85 ein Blasgerät mit Akku-Antrieb. Leistungsstark, flexibel und leise eignen sie sich besonders für den Einsatz in lärmsensibler Umgebung und sind für Profis sowie anspruchsvolle Privatanwender gleichermaßen geeignet. Die Akkupacks AP 80 und AP 160 sind für alle Geräte kompatibel. Für kräfteschonendes Arbeiten lassen sie sich in einen neu entwickelten Akku-Gürtel einschieben. Viking komplettiert das Angebot mit den neuen Akku-Rasenmähern MA 339 und MA 339 C.

Im Segment Motorsägen kommen vier weitere neue Geräte auf den Markt: Die Stihl MS 231 und MS 251 sind vorwiegend für das Brennholzmachen und die Grünpflege ausgelegt, die MS 271 und MS 291 sind Allround-Talente für Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Bauwirtschaft und Handwerk. Weitere Neuentwicklungen markieren die Freischneider FS 360, FS 410 und FS 460 – eine neue Produktgeneration für Profis. Sie sind serienmäßig mit ErgoStart ausgestattet, der FS 460 zudem mit dem vollelektronischen Motorenmanagement M-Tronic. Das Hochdruckreiniger-Sortiment bereichern die neuen Produkte RE 143, RE 143 PLUS und RE 163 PLUS. Sie wurden für den Einsatz in Werkstätten, Garagen sowie rund um Haus und Hof entworfen.

Das Tochterunternehmen Viking führt zur Saison 2010/2011 neben den Akku-Rasenmähern die neuen Elektro-Rasenmäher ME 339 und ME 339 C sowie die neuen Motorhacken HB 445, HB 445 R und HB 585 ein.

Optimistisch für 2010

Vorstandsvorsitzender Dr. Kandziora ist optimistisch für das Geschäftsjahr 2010: „Wir werden unser selbstgestecktes Wachstumsziel von 5 Prozent in diesem Jahr auch währungsbereinigt sicher deutlich überschreiten. Große Erwartungen habe ich an die Markteinführung unserer neuen Produkte.“ Die Weltwirtschaft habe sich rascher erholt als erwartet. Allerdings sieht Dr. Kandziora angesichts der Vertrauenskrise an den Finanzmärkten im Euroraum im Frühjahr dieses Jahres nach wie vor Risiken für einen nachhaltigen Aufschwung. Hinzu komme die schleppende Konjunktur in einigen Industrieländern. „Alles in allem stehen die Zeichen für unser Unternehmen aber klar auf Wachstum.“

Mehr zu den neuen Akkugeräten von Stihl finden Sie unter Stihl erweitert sein Akkuprogramm

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Über Stihl

Die Stihl-Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft und Landschaftspflege sowie die Bauwirtschaft. Ergänzt wird die Produktpalette durch das Gartengerätesor­timent von Viking. Die Produkte werden grundsätzlich über den servicegebenden Fachhandel vertrieben – mit 32 eigenen Vertriebs- und Marketinggesellschaften, mehr als 120 Importeuren und rund 35.000 Fachhändlern in über 160 Ländern. Stihl ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit. Das Unternehmen wurde 1926 gegründet und hat seinen Stammsitz in Waiblingen bei Stuttgart. Stihl erzielte 2009 mit etwa 10.900 Mitarbeitern insgesamt einen Umsatz von 2,04 Mrd. Euro.

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