Selbstbewusste Heimwerkerinnen

25.11.2010

Reparieren wichtiger als Kochen

Heimwerken ist längst keine reine Männerdomäne mehr. Nach einer repräsentativen Umfrage der GfK sollen Frauen immer mehr Selbstvertrauen im Umgang mit Werkzeugen entwickeln.

Die Einstellung gegenüber Heimwerker- und Gartenarbeiten hat sich in den vergangenen Jahren in Europa stark gewandelt. Immer mehr Frauen greifen inzwischen selbst zu Bohrmaschine, Schleifgerät oder Heckenschere. Mehr als 80 Prozent der Befragten führen Arbeiten in Haus und Garten eigenständig durch, 35 Prozent von ihnen sogar oft.

Das Bedürfnis nach Unabhängigkeit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Mehrzahl der Frauen möchte sich bei anfallenden Arbeiten zu Hause nicht ausschließlich auf andere verlassen. Die Tendenz zu mehr Eigeninitiative spiegelt zugleich aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie die steigende Anzahl von Single-Haushalten oder die finanzielle Selbständigkeit von Frauen wider.

Vor dem Hintergrund zunehmender Eigenverantwortung in vielen Lebensbereichen ist es nachvollziehbar, dass es 43 Prozent der Frauen besonders wichtig ist, kleine Reparaturen im Haushalt selbst erledigen zu können – das ist ihnen wichtiger, als zum Beispiel einen perfekten Haushalt zu führen (41 Prozent). Das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten wächst. So wagt sich jede dritte Frau auch an anspruchsvolle Projekte, etwa Möbel aufbauen, abschleifen oder restaurieren. Bilder aufhängen, Dekorationsarbeiten, tapezieren, Baum- und Heckenrückschnitte, Möbel lackieren, Regale anbringen oder Schleifarbeiten zählen zu den meistgenannten Aufgaben, die sich Frauen in jedem Fall zutrauen.

Bosch freut sich, dass vor diesem Hintergrund der kleine Akkuschrauber „Ixo“ mit rund 50 Prozent weiblichen Käufern zum meistverkauften Elektrowerkzeug Europas wurde. Dies ist nicht verwunderlich, denn nach der GfK-Umfrage bevorzugen 68 Prozent der Frauen Elektrowerkzeuge, die leicht und handlich sind.

Insgesamt wurden 3.000 Frauen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien von den Marktforschern im Auftrag von Bosch zu Themen rund ums Heimwerken befragt.

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Frauen basteln mehr Weihnachtsgeschenke als Männer

In einer weiteren Umfrage ermittelten die Nürnberger Marktforscher, dass Basteln von Weihnachtsgeschenken Frauensache ist. Gerade einmal 13 Prozent der Männer haben dieses Jahr vor, bei den Weihnachtsgeschenken selbst kreativ zu werden. Unter Frauen liegt der Anteil mit 33 Prozent erheblich höher. Ein weiterer Trend: Je jünger die Menschen sind, umso mehr wird gebastelt. Umsonst sind Bastelgeschenke aber auch nicht, durchschnittlich 27 Euro hat jeder Bastler für die Utensilien eingeplant.