9. Akkuschrauberrennen in Hildesheim

21.06.2016

Alle Fahrzeuge kommen aus 3D-Druckern

Das Hildesheimer MoPET-Team arbeitet unter Hochdruck am Fahrzeug.
Dies wird einmal das Fahrzeug, das aus vielen Teilen und Verbindungsstücken zusammengesetzt wird.
Das MoPET-Tem bei ersten Probefahrten.

Zwölf Teams aus Deutschland, Polen und den Niederlanden starten an diesem Samstag, den 25. Juni 2016, zum großen Akkuschrauberrennen an der HAWK (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fakultät Gestaltung) in Hildesheim.

Es ist das erste Rennen der Welt, bei dem Fahrzeuge, die komplett mit dem 3D-Drucker produziert wurden, an den Start gehen. Als Antrieb kommen identische Akkuschrauber von Bosch zum Einsatz. Austragungsort der Veranstaltung ist der Campus Weinberg in der Renatastraße 11 in 31134 Hildesheim.

Die Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim richtet das Akkuschrauberrennen schon zum neunten Mal aus. Die Idee ist einfach: Studierenden-Teams treten mit Fahrzeugen gegeneinander an, auf denen eine Person sitzen kann und die von einem handelsüblichen Akkuschrauber angetrieben werden.

Das diesjährige Rennen wird aber trotzdem eine Premiere, denn es ist die erste Motorsportveranstaltung der Welt, bei der alle Fahrzeuge im 3D-Drucker gefertigt wurden. Die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst präsentierte 2011 schon das erste Fahrzeug, das komplett aus dem 3D-Drucker kam. Es wurde international ausgezeichnet und wird in Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

Diesmal sind alle Hochschulen gefragt, mit Fahrzeugen an den Start zu gehen, bei denen ein oder mehrere Bauteile im 3D-Druck gefertigt wurden und diese allein tragend 50 Zentimeter zwischen den Achsen überbrücken. Dank der Kooperation mit Bosch in Hildesheim werden auch beim Akkuschrauberrennen 2016 alle Vehikel von einem Bosch-Akkuschrauber angetrieben.

Das Programm, 25. Juni 2016

◾12:30 Uhr: Teambriefing durch Rennleitung
◾13:00 Uhr: Pressegespräch im Presseraum, Haus A, Raum 101
◾bis 14:00 Uhr: Interviewmöglichkeit mit den Organisatoren und Teams
◾14:00 Uhr: Begrüßung und Eröffnung durch die Präsidentin der HAWK, Prof. Dr. Christiane Dienel und Dr. Ingo Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim
◾14:15 Uhr: Erklärung des Reglements durch Prof. Andreas Schulz und Prof. Barbara Kotte mit dem Moderator Andre Müller vom Medienpartner Radio Tonkuhle
◾14:30 Uhr - 16:00 Uhr: Vorrundenrennen
◾16:00 Uhr - 17:00 Uhr: Endrunde und Finale
◾17:30 Uhr: Preisverleihung
◾ab 21:00 Uhr: Sommerfest der Fakultät Gestaltung

Montage des Fahrzeugs vom Team MenschMaschine.
Das fertige Fahrzeug des HAWK-Teams MenschMaschine. Fotos: HAWK

Es treten Teams von Hochschulen aus Deutschland, den Niederlanden und Polen an. Angemeldet haben sich die Hochschule Coburg, FH Aachen, Hochschule RheinMain Rüsselsheim, die Titelverteidiger Hochschule Emden-Leer, die TH Köln mit der Köln International School of Design, Ostfalia Wolfenbütttel, die Bauhaus-Universität Weimar, HTWK Leipzig, TU Posen, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Fonts University of Applied Sciences Venlo, die HfG Schwäbisch-Gmünd sowie selbstverständlich die Gastgeber, die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst.

Gastgeberteams aus Hildesheim

Das Heimteam MoPET wird mit einem Fahrzeug an den Start gehen, das aus vielen kleinen Teilen und Verbinderstücken zusammengebaut ist. Das Team beweist mit seinem Konzept, dass man auch auf kleinen 3D-Druckern – wie sie sogar im Baumarkt erhältlich sind – große und stabile Karosserien bauen kann. Dazu hat das Team spezielle Dübel und Verbinderteile entwickelt, die ebenfalls im 3D-Druck gefertigt wurden.

Das zweite Team aus Hildesheim hingegen beleuchtet die Individualisierbarkeit durch werkzeuglose Herstellung  und skalierbare Datensätze. Das Fahrzeug ist der Gestalt eines Menschen angepasst und bekommt so selbst Wesenszüge. Der Akkuschrauber setzt dabei direkt am Herzen als Antrieb an. Um innere Strukturen zu schaffen, die ähnlich intelligent aufgebaut sind wie die menschlichen Knochen, wurden die Bauteile mit einem Simulationsprogramm hinsichtlich ihrer Belastung strukturell optimiert. So konnte ohne Stabilitätsverlust etwa die Hälfte des Gewichtes eingespart werden.

Gewinnen kann man in drei Kategorien

Beim Akkuschrauberrennen der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst geht es nicht nur darum, wer der Schnellste auf der Rennstrecke ist, sondern auch, wer die Fachjury – bestehend aus den betreuenden Dozenten der Teams – durch gestalterische und technische Raffinesse überzeugt. Das Publikum bestimmt den Gewinner der 3. Kategorie und beurteilt, wer sich am besten in Szene setzt und sich beim Rennen und in der Teambox am besten präsentiert. Weitere Infos zum Akkuschrauberrennen und auch die anderen Teams finden Sie unter: www.akkuschrauberrennen.de.

Designschau der Fakultät Gestaltung

Während des Akkuschrauberrennens wird auch die Designschau mit Arbeiten von Studierenden der Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst zu sehen sein. Die Arbeiten aus den Bereichen Advertising Design, Branding Design, Digitale Medien, Farbdesign, Grafikdesign, Innenarchitektur, Lighting Design, Metallgestaltung, Produktdesign und Theorie & Wissenschaft zeigen das ganze Spektrum der Lehre der Fakultät Gestaltung.

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