Künftige Entwicklung bei Akkuwerkzeugen

14.05.2014

Power wie aus der Steckdose

Bisher hat Metabo bereits ein sehr umfangreiches Angebot an Akkuwerkzeugen für unterschiedliche Anwendungen.
Allerdings ist die Akkutechnik heute noch nicht für den professionellen Einsatz in allen Bereichen geeignet.
Die neuen Akkuzellen sollen einen höheren Strom ermöglichen und mehr Kapazität haben.
Künftig sind kraftvollere Anwendungen mit Akkuwerkzeugen möglich.
So könnte der erste Zweihand-Winkelschleifer mit Akku aussehen, der nach Garbrechts Vorstellungen 2015 auf den Markt kommen könnte.

Am Rande des großen Winkelschleifer-Events in Rottweil gab der Vorstandsvorsitzende von Metabo, Horst W. Garbrecht, auch einen Ausblick auf die künftige Entwicklung von Akkuwerkzeugen. Für 2015 erwartet er einen neuen Hochleistungs-Akkupack und neue Maschinentypen mit Akku, wie zum Beispiel einen Zweihand-Winkelschleifer.

Der Nürtinger Elektrowerkzeug-Hersteller will auch künftig an der Spitze der Entwicklung von akkubetriebenen Maschinen stehen. Nach den Weltpremieren von Akkupacks mit 4.0 und 5.2 Ah Kapazität in den letzten beiden Jahren kündigte Horst W. Garbrecht den nächsten großen Schritt für 2015 an.

„Wir halten an unserer Vision fest, Schritt für Schritt jedes wichtige Elektrowerkzeug auch als Akkuversion zu entwickeln und so die Profis in Handwerk und Industrie bei ihrer Arbeit unabhängig von der Steckdose zu machen“, erklärte der Metabo-Vorstandsvorsitzende.

Viele Jahre lang waren professionelle Akkuwerkzeuge im Wesentlichen auf Maschinen zum Bohren und Schrauben beschränkt. Andere Anwendungen führten ein Schattendasein. Erst mit der Einführung von Lithium-Ionen-Akkus bei Elektrowerkzeugen vor knapp zehn Jahren änderte sich das so langsam. Durch die Einführung leistungsfähigerer Akkuzellen konnten die Hersteller in den letzten Jahren immer mehr Akkuwerkzeuge für neue Anwendungsfelder entwickeln. Dennoch gibt es immer noch Produktgruppen, in denen sich Akkuwerkzeuge nicht wirklich für den dauerhaften, professionellen Einsatz eignen oder es sie sogar noch nicht gibt, wie zum Beispiel Zweihand-Winkelschleifer oder 5 kg-Bohrhämmer.

Höhere Ströme für neue Anwendungen

Laut Garbrecht arbeitet Metabo daran, die Hochstromfähigkeiten der Akkus zu erhöhen, um mehr Strom ziehen zu können, ohne die Zellen zu schädigen, und damit die zur Verfügung stehende Wattzahl für die Anwendung nach oben bringen zu können.

Im kommenden Jahr sollen neue Zellen verfügbar sein, die nicht nur höhere Kapazitäten ermöglichen. Sie sollten zudem mit rund 32 Ampere Dauerstrom eine um 30 Prozent höhere Hochstromfähigkeit als die bislang eingesetzten Zellen haben. „Wir wissen heute schon, dass wir dank der ausgefeilten Elektronik unserer Ultra-M-Technologie eine neue Zelle bereits sehr kurz nach ihrer Verfügbarkeit einsetzen können. Bei den Metabo-Geräten kann die Elektronik parametrisiert und so schon heute auf die Zellen, die in den Entwicklungslabors der Akkuhersteller entstehen, abgestimmt werden.“ Metabo ist nach Aussage des Geschäftsführers der Hersteller, der am schnellsten und am sichersten auf neue Entwicklung der Akkutechnologie reagieren kann und mit dem die Zellenhersteller deshalb gern als Partner bei der Einführung neuer Akkuzellen zusammenarbeiten.

Die künftige Zellgeneration soll Elektrowerkzeuge ermöglichen, die mit einem 18-Volt-Akku eine Leistung bringen können, die der einer kabelgebundenen Maschine mit etwa 1.300 Watt entspricht. Damit lassen sich dann ganz neue Anwendungen mit großem Kundennutzen für akkubetriebene Maschinen erschließen. Bei einer Dauerstromabgabe von 64 statt der aktuell maximalen 50 Ampere liefern bei einem 18-Volt-Akku zwei parallel geschaltete Zellgruppen eine mit einer Netzmaschine vergleichbare Leistung von rund 1.300 Watt. Bei einem 36-Volt-Akku sind es 2.600 Watt – und das reicht dann auch beispielsweise für einen Fünf-Kilo-Bohrhammer, eine große Kreissäge oder einen leistungsfähigen akkubetriebenen Zweihand-Winkelschleifer, an dem wir bereits arbeiten“, erklärte Garbrecht.

Auch die Entwicklung von Akkupacks für die neuen Zellen hat bereits begonnen. Dank der hoch entwickelten Ultra-M-Technologie mit ihrer Akku-Systemelektronik sei es nicht nur möglich, die neuen Zellen nach Verfügbarkeit sehr schnell in allen Metabo-Maschinen einzusetzen. „Wir sind uns zudem sicher, dass alle neuen Akkupacks auch weiterhin hundertprozentig kompatibel zu allen Elektrowerkzeugen und Ladegeräten von Metabo sein werden“, versicherte Garbrecht.

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