Metabo-Akkupacks mit 5,2 Ah Kapazität

15.03.2013

Metabo legt die Messlatte für die Akkukapazität noch einmal höher

Stolz präsentiert Metabo-Chef Horst W. Garbrecht den ersten Akkupack mit 5,2 Ah als fliegenden Akku.

Vor zirka einem Jahr führte Metabo als erster Elektrowerkzeug-Hersteller Akkupacks mit 4,0 Amperestunden (Ah) Kapazität ein. Jetzt legen die Nürtinger die Messlatte nochmals höher und bieten als erster Hersteller noch leistungsstärkere Akkupacks mit 5,2 Ah an.

„Schon mit den 4.0 Ah-Akkus konnten die Profis im Handwerk und in der Industrie 33 Prozent länger arbeiten. Mit den 5,2 Ah-Akkus sind es sogar 75 Prozent mehr im Vergleich zu den immer noch  verbreiteten 3.0 Ah-Packs (zum Beispiel von Makita). Damit sind wir unserer Vision der völligen Unabhängigkeit vom Kabel und maximaler Mobilität wieder ein Stück näher gekommen“, erklärt der Metabo-Vorstandsvorsitzende Horst W. Garbrecht. „Wir freuen uns sehr und sind auch stolz darauf, dass wir zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit neue Maßstäbe in der Branche setzen können. Dabei hat uns unser über 30 Jahre hinweg aufgebautes Akku-Know-how geholfen – und die Metabo Ultra-M-Technologie, die unserer Meinung nach das zurzeit leistungsfähigste und mit Blick auf die Lebensdauer der Akkus beste Lithium-Ionen-Batteriemanagementsystem ist. Das zeigt sich unter anderem daran, dass wir als einziger Hersteller drei Jahre uneingeschränkte Garantie auf unsere Batteriepacks gewähren – und das bereits seit Jahren“, betont Garbrecht.

Ultra-M-Technologie bringt Investitionssicherheit

„Unsere Entwickler haben bei der Arbeit an diesem System sehr viel Weitblick bewiesen. Die Ultra-M-Technologie kombiniert maximale Leistung mit höchster Lebensdauer der Akkus, 100-prozentige Kompatibilität mit allen Akkutypen der Vergangenheit von Metabo und Zukunftssicherheit mit Blick auf künftige Akku-Generationen. Wir sind zwar nicht der größte Anbieter von Akku-Elektrowerkzeugen, aber dank unserer Ultra-M-Technologie derzeit sicherlich einer der innovativsten. Für die Profis, die mit unseren Maschinen arbeiten, hat das unter anderem den Vorteil, dass sie mit ihren derzeit eingesetzten Ladegeräten auch alle neuen Akkus laden können – heute und morgen. Unsere Kunden haben damit vollständige Kompatibilität und Investitionssicherheit“, so Garbrecht. „Das neue Maß an Freiheit, das 5.2 Ah bringt, drückt sich auch in der Art und Weise aus, wie wir die Technologie in den Markt einführen: Wir bieten dem Profi mit einem neuartigen Pick+Mix-System bei der Zusammenstellung seines individuellen Sets aus verschiedenen Maschinen, Ladegeräten, Batterien und Transportlösungen völlige Freiheit und damit Kosteneffizienz.“

Vorsprung hat eine ganze Reihe von Gründen

Metabo könne für akkubetriebene Maschinen immer neue Anwendungsfelder erobern, weil man in Nürtingen in Systemen denke, erklärt Volker Siegle, Direktor Produktentstehung und Qualität. „Als wir beispielsweise angefangen haben, über eine Akku-Magnetkernbohrmaschine nachzudenken, haben uns viele für verrückt erklärt. Vor drei Jahren haben wir sie vorgestellt – als erster Hersteller.“ Möglich werde so etwas durch das fein ausbalancierte Zusammenspiel von Motor, Getriebe, intelligentem Batteriemanagement und prozessorgesteuertem Lade- und Entlademanagement – der Ultra-M-Technologie. „Dieses System zeichnet sich durch eine intensive elektronische Kommunikation aller Komponenten untereinander aus. Für die Anwender unserer Akku-Maschinen bedeutet das maximale Leistung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer, indem ihr Akku immer optimal und sehr schonend geladen wird. Das Ladegerät liest die Daten des Akkupacks aus und kann so seine maximale Leistung nutzen. Das sorgt für eine sehr lange Lebensdauer, weil der Akkupack im Durchschnitt so mehr als 1.500 Ladezyklen aushält. Das gilt für alle unsere Akkus. Ob 3.0, 4.0 oder 5.2 Ah, jede unserer Maschinen und jedes unserer Ladegeräte erkennt, welcher Akkupack eingelegt ist und lädt oder nutzt ihn optimal. Dabei sorgt die Air cooled-Technik dafür, dass die Zellen vor dem Laden gekühlt und während des Ladens nicht zu heiß werden, was wiederum die Ladezeit verkürzt und die Zellen schont. Wir als Hersteller profitieren von der Flexibilität des Systems, weil wir leistungsstärkere Zellen einsetzen können, ohne das gesamte System verändern zu müssen. Insofern ist die Ultra-M-Technologie eine hervorragende und zukunftssichere Ausgangsbasis für unsere Vision, weitere Anwendungen mit akkubetriebenen Maschinen zu erobern“, betont Siegle.

„Mit unserem über Jahrzehnte aufgebauten Akku-Know-how, der hohen Fertigungstiefe und mittelstandstypischen Stärken, wie Flexibilität und Entscheidungsgeschwindigkeit, sind wir für die Zellenhersteller ein interessanter Partner“, weiß Siegle. Metabo arbeite deshalb mit allen namhaften Herstellern weltweit zusammen. Die neue 5.2 Ah-Generation sei dieses Mal in enger Zusammenarbeit mit Sanyo, einem Mitglied der Panasonic-Gruppe, entstanden. Von der Lieferung der ersten Prototypen bis zum serienreifen Akkupack seien dabei nur acht Monate vergangen.

Enge Zusammenarbeit mit dem Zellenhersteller

Yasuharu Matsukawa, President von Sanyo Component Europe (SCE), bewertet die Zusammenarbeit mit dem Metabo-Team um den Entwicklungschef Siegle und den Akkuspezialisten Wolfgang Stickel überaus positiv. „Als Zellenhersteller beliefern wir eine Vielzahl von Unternehmen in verschiedenen Branchen, die teils sehr unterschiedliche Anforderungen an Akkuzellen haben. Deshalb muss auch die beste Basiszelle an die jeweilige Anwendung angepasst werden, um im praktischen Einsatz ein Maximum an Leistung und Sicherheit erreichen zu können. Unsere Kernkompetenzen liegen in der Materialforschung, im Wissen über elektrochemische Prozesse und in physikalischen Fragen. Wir wissen, wie wir eine Zelle optimieren können, um ihr bestimmte Eigen-schaften zu geben. Aber wir können natürlich nicht in all den Branchen Detailwissen zu den jeweiligen Anwendungen haben“, erklärt Matsukawa. „Deshalb ist für uns bei der Einführung einer neuen Zellengeneration die enge Zusammenarbeit mit einem Hersteller wie Metabo sehr wichtig. Das Metabo-Team fährt in der Entwicklungsphase parallel zu uns eigene Tests und Versuche und die Rückmeldungen helfen uns enorm, die spezifischen Anforderungen eines Einsatzes in Elektrowerkzeugen zu erfüllen.“ Wer mit den Nürtingern zusammenarbeite, merke sehr schnell, wie viel Erfahrung und Expertenwissen im Umgang mit Akkusystemen im Unternehmen vorhanden sei, betont Matsukawa. Dieses Wissen in Kombination mit einem über Jahrzehnte gewachsenen Akku-Know-how, einer selbst entwickelten Akkuplattform und einer vollständigen Laborausrüstung für eigene Testreihen mache Metabo zu einem sehr wertvollen Partner. „Wir freuen uns sehr, dass Metabo jetzt den weltweit leistungsstärksten Akkupack für Elektrowerkzeuge vorstellen kann – und wir schätzen die enge Zusammenarbeit sehr.“

Drei Jahre Garantie ohne Wenn und Aber

Die neue Akku-Generation ist voll kompatibel mit allen Maschinen der 18-Volt-Familie. Dank ihrer enormen Kapazität können 5.2 Ah-Akkus auch für Anwendungen eingesetzt werden, für die 3.0 Ah und 4.0 Ah noch nicht genügend Leistung bringen. Mit 5.2 Ah genügt bei vielen Anwendungen eine Akkuladung im professionellen Einsatz für einen oder sogar mehrere Tage Arbeit. Das ist ein Vorteil, den jeder Handwerker täglich spüren kann. Je seltener er in seiner Arbeit ausgebremst wird, weil er einen Akku wechseln muss, desto besser ist das für ihn – und desto mehr kann er die unbestreitbaren Vorzüge akkubetriebener Maschinen genießen. Und weil die Akkus bei Temperaturen von -15° bis +50° Celsius einsatzfähig sind, gilt das im Sommer wie im Winter.

Nummer drei im Markt für Akkuwerkzeuge

Deshalb ist man sich bei Metabo auch sicher, dass die 5.2 Ah-Generation wieder ein wirtschaftlicher Erfolg für das Unternehmen wird. Dafür sprechen nach Angaben des Finanzvorstands Eric Oellerer die Erfahrungen nach der Markteinführung der 4.0 Ah-Akkupacks. Während der deutsche Handel laut den Daten der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2012 beim Umsatz mit akkubetriebenen Elektrowerkzeugen im Vergleich zum Vorjahr nur minimal zugelegt hat, habe Metabo im Vergleichszeitraum ein Plus von mehr als 20 Prozent erzielt. „Damit stieg laut der GfK unser Marktanteil in Deutschland im Segment der Lithium-Ionen-Akku-Geräte von 7,5 auf 10,9 Prozent“, betont Oellerer. „Dank dieses Zuwachses sind wir jetzt bei akkubetriebenen Maschinen die Nummer drei im deutschen Markt.“

Die neuen Akkupacks mit 5,2 Ah Kapazität sollen bereits ab 18. März 2013 ausgeliefert werden und spätestens von April an flächendeckend im Fachhandel verfügbar sein. Der Mehrpreis gegenüber Maschinen mit 4,0 Ah-Akkus beträgt zirka 25 Euro plus MwSt. pro Akkupack, also 50 Euro plus MwSt. (59,50 Euro inkl. 19% MwSt.) bei einem Set mit zwei Akkupacks.

Für die Startphase der neuen Zellenproduktion hat sich Metabo die zur Verfügung stehende Menge weitgehend gesichert. Später wird Sanyo die neuen Akkuzellen mit 2,6 Ah wohl auch an andere Elektrowerkzeug-Hersteller liefern. Für 5,2 Ah Kapazität werden jeweils zwei Zellen mit 3,6 Volt parallel geschaltet. Ein Akkupack mit 18 Volt und 5,2 Ah hat folglich zehn Zellen. Mittelfristig wird Metabo seine Akkumaschinen wohl überwiegend mit 4,0 oder 5,2 Ah-Akkupacks ausstatten. Die Kompaktakkus, die aktuell noch mit 1,5 Ah-Zellen ausgestattet sind, werden künftig auf 2,0 oder 2,6 Ah angehoben.

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Meilensteine der Akkuentwicklung bei Metabo
Der neue 5,2 Ah-Akkupack ist so große und schwer wie die bisherige Akkupacks mit 3,0 und 4,0 Ah.
Bei energieintensiven Anwendungen bieten die neuen Akkus mit 5.2 Ah Profis auf der Baustelle einen deutlichen Mehrwert: Der Anwender muss den Akku seltener laden, kommt schneller voran und hat so einen klaren Produktivitätsvorteil.
Mit einem 5.2 Ah-Akkupack können Anwender mit einer Akkuladung 75 Prozent länger arbeiten und zum Beispiel 75 Prozent mehr Schraubern eindrehen. Die Beispielzahlen beziehen sich auf 8x80 mm-Schrauben in Weichholz. Fotos: Metabo