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 Betreff des Beitrags: Probleme mit technischen Zeichnungen?
BeitragVerfasst: 13. Mär 2010, 23:37 
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Registriert: 18. Okt 2009, 17:58
Beiträge: 4
Hallo,
ich hab mal eine frage. Ich mach ja (wie vllt. manche wissen) eine Ausbidlung zum Mechatroniker. Und bis auf die "Anfänge vom Schweissen" (wie vllt. auch manche wissen) hatte ich bis jezt kaum Probleme. Ich arbeite in einem Lebensmittelmaschinenbau-Betrieb habe da viel mit techischen Zeichnungen zu tun. Also hauptsächlich Schnittdarstellungen und Montagezeichnungen aber natürlich (hab damit erst ab dem 2. Lehrjahr zu tun) sehen die sehr kompliziert aus und wenn ich mir die jetzt so angucke kann ich damit nicht viel anfangen. Hab mir ein Übungsbuch "technische Zeichnungen" ausgeliehen und mir ist aufgefallen, das es mir relativ schwer fällt, diese Zeichnungen zu verstehen (Buch war nicht optimal). ich habe Angst, das nicht zu bringen, da es ja wichtig für mich ist. Aber ich will es lernen und verstehen. Mit Darstellungen von Körper in vesch. Perspektiven hab ich z.b. kaum Problem.
In der überbetrieblichen Ausbildung hatten wir ein 1-wöchigen TZ-Kurs aber da hab ich nicht viel gelernt (und nicht nur nicht ich...) Hab mich auch umgesehen nach geeigneten Büchern, aber ich hab nicht wirklich das gefunden was ich brauche.
Kennt denn jmd. eine Seite im Internet oder ein Buch, wo TZ (besonders Schnittdarstellungen und Montagezeichnungen) gut erklärt und verständlich dargestellt sind.
Ich wäre sehr dankbar dafür!!
Viele Grüße an euch! und schönes Wochenende


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 09:21 
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Registriert: 5. Mär 2009, 13:09
Beiträge: 95
Servus,

als erstes fällt mir da der "Hoischen" ein, Standartwerk fürs Technische Zeichnen!

Ansonsten, trau Dich auch Deinen Ausbilder zu fragen, dafür ist der da.

Viel Erfolg

Gruß

Michael


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 09:57 
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Registriert: 2. Jan 2006, 14:52
Beiträge: 2287
Wohnort: Hessen
Hallo,

ich kenne die Problematik. Manchmal hat man solche Zeichnungen, wo man vor lauter Bemaßungslinien das Bauteil gar nicht mehr erkennt.
Dann geht man ins Büro und lässt sich eine Kopie der Zeichnung machen. Auf der Kopie zieht man sich dann in aller Ruhe die Körperkanten des Werkstücks nach, damit man erst mal einen Überblick hat, wie das Teil überhaupt aussieht.
Dann sucht man sich die Schnittpunkte raus und markiert sich auch diese in der kopierten Zeichnung.
Und dann musst Du die Zeichnung halt Schritt für Schritt aufdröseln.
Z.b. welche Maße sind Grundmaße; Lagemaße; Hilfsmaße; usw.
Solche Tricks helfen mir auch komplizierte Zeichnungen richtig lesen zu können.
Und wenns mal nicht klappt, dann ab zum Meister und nachgefragt, dafür sind wir in der Ausbildung :wink:

_________________
Gruß Janik

Ich wünschte, ich hätte die Gelassenheit eines Stuhles.
Der muss schließlich auch mit jedem Arsch zurecht kommen


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 13:19 
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Registriert: 11. Jul 2009, 15:05
Beiträge: 529
Janik hat geschrieben:
Auf der Kopie zieht man sich dann in aller Ruhe die Körperkanten des Werkstücks nach
Genau! Ein wichtiger Schritt zum "Lesen" können von Zeichnungen ist das Anfertigen von Zeichnungen. Dann sieht man die Problematik und versteht, warum die Zeichnungen so aufgebaut sind.
Janik hat geschrieben:
Und wenns mal nicht klappt, dann ab zum Meister und nachgefragt, dafür sind wir in der Ausbildung :wink:
Jawohl, nutzt die Zeit zum Fragen! Ein guter Meiseter freut sich über gute Fragen und interessierte Lehrlinge. Und es fällt nichts vom Himmel, also üben, üben, üben. Wenn man alles gleich könnte, gäbe es keine Ausbildungszeit.
Ich finde es prima, wie Ihr Euch für Eure Weiterentwicklung einsetzt! Weiter so!


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit technischen Zeichnungen?
BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 16:54 
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Registriert: 26. Jan 2004, 23:26
Beiträge: 7474
Hi,

genau_der hat geschrieben:
Also hauptsächlich Schnittdarstellungen und Montagezeichnungen aber natürlich sehen die sehr kompliziert aus und wenn ich mir die jetzt so angucke kann ich damit nicht viel anfangen.


das ist normal.

Am meisten lernst Du, wenn Du die Sachen in 'echt' danebenliegen hast.
Es braucht auch Zeit um sich in Zeichnungen 'hineinzufuchsen'.
Noch schwieriger ist aus Zeichnungen zu erkennen, in welcher Reihenfolge montiert werden muß.

Gruß, hs


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 17:08 
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Beiträge: 1456
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Ein guter Zeichner gibt die Montagereihenfolge vor oder ordnet die Stückliste danach, so brauchst du nicht lang nach dem nächsten Teil suchen...

Aber da muss ich beipflichten, am meisten lernt man wenn man sieht, wie das Teil im Original nebenbei aussieht. Ich würd mir da nicht zu viele Gedanken drum machen, kommt Zeit kommt Übung. Sicher solltest du versuchen immer besser zu werden, aber glaub mir, damit haben andere auch zu tun.

Und wenn man bedenkt das manche Dr. Techn. heut noch keine einfache Welle mit Rändel auf einer Zeichnung erkennen können...


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 18:12 
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Registriert: 26. Jan 2004, 23:26
Beiträge: 7474
Hi,

Raubsau hat geschrieben:
Ein guter Zeichner gibt die Montagereihenfolge vor oder ordnet die Stückliste danach, so brauchst du nicht lang nach dem nächsten Teil suchen...


Theorie und Praxis ;-)
Das mag ja bei 08/15-Sachen klappen, aber nicht wenn es etwas komplexer wird - da ist ein techn. Zeichner vom Wissen her nämlich überfordert.
Ein Zeichner konstruiert nicht und montiert auch nicht.
Ebenso kann man bei Bauteilen die mehrfach vorkommen nicht jedesmal neue Positionen vergeben.

Ich kann das Problem von genau_der absolut nachvollziehen, da ich das genau so auch erlebt habe (in diesem Fall sogar bereits ausgelernt) : im Sondermaschinenbau angefangen, vor quadratmetergroßen Zeichnungen gestanden und sich gefragt, wie man das alles nur verstehen - geschweige montieren können soll.
Aber alles nur eine Sache der Zeit. Diese Zeichnungen sind alle ja auch nur nach viel Zeit und so mancher Änderung entstanden - von daher benötigt man auch eine gewisse Einarbeitungszeit um sie zu verstehen.
Hinzu kommt, daß jede Firma, auch wenn es Normen gibt, dieses und jenes firmenspezifisch erledigt. Als Beispiel hatten die in der Fa. beschäftigten Schweißer keine Probleme mit deren Zeichnungen ... wurden aber Teile, basierend auf den Zeichnungen, außer Haus gefertigt, gab es immer mal wieder Fehler.

Gruß, hs


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 21:47 
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Registriert: 22. Jun 2004, 03:14
Beiträge: 5793
keine Ahnung wie das bei dem Rest so ist, aber mir kommen viele Zeichnungen "überbemaßt" vor.
Auch ich hatte lange TZ-Unterricht und uns wurde eingeprägt, dass Zeichnungen nur die nötigsten Maße haben soll. Alles was "doppelt gemoppelt" war, wurde in den Klausuren als Fehler angestrichen.
Was nicht bedeutet, dass es auch komplexe, richtig bemaßte Zeichnungen gibt, die ich trotzdem nicht verstehe ;)

_________________
Viele Grüße,
Henniee

Bist Du einsam und allein, sprüh Dich mit Kontaktspray ein..


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 22:13 
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Registriert: 22. Feb 2008, 01:38
Beiträge: 1157
Hallo,
das mit dem überbemaßen ist auch nicht toll, nur lieber ein Maß zuviel als zuwenig. An zu wenigen Maßen bekomme ich meist die Krise, weil man verzweifelt das fehlende Maß sucht und es nicht findet. :wink: Genauso wie oft bei Reihenlochvermaßung (nennt man das so?) einfach nur da steht z.B. 8x 278mm, sodaß die Löcher gleichmäßig aufgeteilt sind, von jeder Seite bis zum 1 Loch 100mm. Warum nimmt man da nicht einen Punkt und vermaßt dann, 100mm,378mm, 656mm usw. wäre für die Fertigung viel einfacher und schneller, nur es wird seine Gründe haben, auch einer wäre das die Zeichner nicht montieren und nicht fertigen.

Mfg MasterRick

_________________
I'm the master, the master of disaster


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2010, 22:39 
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Registriert: 11. Feb 2010, 12:33
Beiträge: 1456
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Wenn du einen Block mit vielen Bohrungen im gleichen Abstand hast brauchst du dann ein A1-Blatt allein für die Bemaßungen.

Außerdem darf nix überbemaßt werden weil dann bei komplexen Teilen mehrere Maße zum tragen kommen können.

Wird z.B. ein gewisser Abstand zwischen zwei Lagern oÄ EXAKT mit Distanzringen eingestellt, so ist dieser wichtig, nicht wie weit das jwlg. Lager vom Wellenende entfernt ist.

Bei einer Welle wird euch auch immer auffallen, dass in der Mitte ein Teil nicht bemaßt wird. Dieser hat dann eben keine Toleranz, ist meist eher untergeordnet und ergibt sich aus dem Gesamtmaß.

Bei Zeichnungen gilt immer, sich nicht erschlagen zu lassen. Man arbeitet sich immer von einem Teil weiter, wie bei einer großen Lego-Burg. Da fängt man ja auch nicht mit dem Turm an, sondern baut von der Grundplatte her auf. Es gibt kein Teil, welches nicht entweder in kleinere Baugruppen zerlegt werden kann oder wo die Zeichnung im Verhältnis zum Fertigteil etwas wahnsinnig erscheint (z.B. viele Toleranzen)

Bei Fertigungszeichnungen bzw. Teilen, welche gefertigt werden sollen, sucht man zuerst eine Bezugsfläche (z.B. bei Drehteilen die Stirnfläche), von der aus die meisten Sachen bemaßt sind. Diese wird zuerst präzise gefertigt, darauf kann man dann aufbauen. Wenn man erstmal einen Anfang und ein Ende gefunden hat is alles halb so wild.


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