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 Betreff des Beitrags: Welches Mischöl verwenden?
BeitragVerfasst: 16. Mär 2010, 03:00 
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Registriert: 19. Feb 2010, 22:50
Beiträge: 10
Hallo ich hab hier mal eine Frage:

Welches Öl soll ich am besten für meine Kettensägen verwenden?
Im Bezug auf Schmiereigenschaften, Ölkohleablagerungen, Rauchentwicklung?

Ich fahre eigentlich schon seit Jahren das HP Öl von Stihl (rot), habe jetzt jedoch festgestellt, das ich an meiner 034 Super Ölkohleablagerungen am Auslass habe!
Ein bekannter von mir schwört auf das Husqvarna Low smoke Öl!
Er hat obwohl er wesentlich mehr sägt, als ich keinerlei Ölkohleablagerungen und es raucht auch weniger!

Zudem, würde ich dieses Öl auch noch billiger bekommen, als das Stihl HP Öl!

Bei den Spezifikationen des Öls hab ich auch mal nachgesehen, zu dem Normalen HP von Stihl kann ich garnichts finden, das Stihl HP Ultra (grün) erfüllt: JASO-FB, ISO-L-EGB! Ist mir aber zu teuer!

Das Husqvarna Low smoke Öl erfüllt sogar JASO FC/ISO EGD, sowie den Rotax 253 Snowmobile test! Und würde mich billiger kommen als das normale Stihl HP!


Soll ich auf das Husqvarna Low smoke Öl umsteigen???

Mein Stihl Händler rät mir natürlich davon ab, er meinte es ist nicht für Stihl getestet und könne zu Schäden an der Maschine führen!
Ich soll lieber das Stihl HP Super oder Ultra bzw. Motomix
verwenden um Ablagerungen zu vermeiden!

Ich meine, klar das er das sagt, er will ja sein Stihl Öl verkaufen oder!

Übrigens Motomix oder ähnliches möchte ich aus Kostengründen nicht verwenden!!!

Was meint ihr dazu???

VG


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BeitragVerfasst: 16. Mär 2010, 08:15 
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Wohnort: BB OT Schönberg
Wenn Du Motormix/Aspen/SK verwenden willst, dann solltest Du die Kohleablagerungen erst entferen. Wie Du mitteilst hast ja im Auslass Ablagerungen, vermutlich dann auch auf dem Kolben.

Zum Öl, nimm das was am günstigsten zu bekommen ist, Dolmar, Stihl Husqvarna, alles geeignet.

Und misch nur 1:50, dann gibt´s normalerweise fast keine Ablagerungen.

Dass dein Stihl-Händler nicht begeister ist, ist klar, geht ja von seinem Umsatz was weg.

Grüße Roland


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BeitragVerfasst: 16. Mär 2010, 22:53 
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Registriert: 16. Feb 2010, 12:58
Beiträge: 72
Wohnort: Kreis Heinsberg
@swens 1000 :>Übrigens Motomix oder ähnliches möchte ich aus Kostengründen nicht verwenden!!! <
... dann weißt du noch nicht, was du dir antust. Im normalen Tankstellensprit sind neben anderen Aromaten besonders viel Benzol, welches nachgewiesenermaßen krebserregend ist. Beim Aspen bzw. Motomix sind die belastenden Stoffe weitestgehend durch weniger schädliche ersetzt. Bedenke: die Auspuffgase sind maximal so weit, wie deine Arme lang sind, von deiner Nase entfernt. Die Forstleute bei uns sind verpflichtet das leider "sauteuere Zeug" zu benutzen. Ich benutze es in Verbindung mit Katalysator-Säge. Mein Hals und Stimmbänder haben es mir gedankt.
Wenn du aber nur 2 RM pro Jahr sägst und dabei der Wind noch gut bläst, hast du nichts zu befürchten
mfG Peter

_________________
...besser Arm dran, als Bein ab...


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BeitragVerfasst: 17. Mär 2010, 00:31 
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Registriert: 1. Sep 2008, 00:33
Beiträge: 384
Habe das "Low Smoke" von Husqvarna und bin sehr zufrieden. Räuchert kaum und stinkt nicht. Die 1l Flasche hat außerdem ein praktisches System zum abmessen und mischen.

Benutze aber mittlerweile auch Sonderkraftstoff. Den "Oecomix 2T" von Oest.

Da ich für meine Chinaböller auch Oecomix verwende, da aber immer noch ein wenig von dem "Low Smoke" zufüge, um auf 1:25 zu kommen, ist mir aufgefallen, dass die Farbe vom "Low Smoke" Öl identisch ist mit der im Oecomix verwendetem Öl. Ich vermute daher, dass beide Öle aus der selben Raffinerie stammen.

Bei den Sonderkraftstoffen ist es so wie bei vielen anderen Sachen. Unnütz, zu teuer, etc. ist es nur solange man es nicht kennt, nach der ersten Nutzung will man aber nix anderes mehr fahren... :wink:

MfG, Henning


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BeitragVerfasst: 17. Mär 2010, 08:39 
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Registriert: 31. Okt 2006, 18:40
Beiträge: 788
Wer beruflich holzt, sollte Sonderkraftstoff fahren.
Der Gelegenheitsnutzer mit seinen 5 bis 10 rm kann darauf verzichten, hat bei Nutzung von Sonderkraftstoff aber den Zusatzvorteil, daß der Sprit sehr langsam altert und über 2 Jahre genutzt werden kann.
Ein funktionierender Katalysator baut Benzol und andere Aromate von Normalsprit weitgehend ab. - Meine Dolmar PS 420 bekommt Normalsprit, die anderen Sägen Sondertreibstoff.

Zweitaktöl: Jedes ausgewiesene Zweitakt-Mischöl geht. Ich nehme Literware von LiquiMoly aus dem Baumarkt zum Preis von irgendwo 6,- oder 7,- € .
Prinzipiell kann man aber auch jedes beliebige Motoröl zum Mischen nehmen; da sind dann aber keine speziellen Additive drin. Habe ich früher ausschließlich genommen, zum Betrieb meiner Mopeds und Zweitaktmotoräder.

Gruß

Boesman


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BeitragVerfasst: 17. Mär 2010, 15:24 
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Registriert: 16. Feb 2010, 12:58
Beiträge: 72
Wohnort: Kreis Heinsberg
@boesman < ...daß der Sprit sehr langsam altert...>
ich schätze, dass auf dem Gebiet noch viel geistiger Nachholbedarf besteht und so manche Säge ihr Leben gelassen hat. Da wird die Säge mit 3/4 Tank abgestellt und wenn nach 3 Jahren das Brennholz alle ist, wird damit lustig weitergesägt. Abends wird dann im Forum nachgefragt...
Laut Statistik entmischt sich das Zeug von der Tankstelle auch mit dem besten Öl nach drei Monaten. Dabei kann man das Tässchen Sprit aus der Säge in den Pkw-Tank "entsorgen" wenn´s nicht gerade ein Commonrail-Diesel ist und für die Säge einen neuen "Kaffee aufschütten". Für die Leute "mit den großen Pausen dazwischen" würden sich schon aus diesem Grund die Fertiggemische anbieten. Wie hier schon erwähnt halten sich diese Kraftstoffe um ein Vielfaches länger und für den "Lebenserhaltungstrieb" der Säge macht es sich unter dem Strich bezahlt.
mfG Peter

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BeitragVerfasst: 17. Mär 2010, 17:08 
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Ich lese hier immer fertig gemischt, aber dumme Frage: was meint ihr damit?

Motomix? Bei meiner Tankstelle wird nämlich auch von Hand gemischt. Ich arbeite ohnehin aus Prinzip mit selbst gemischtem, aber entmischt sich das Zeug von der Tanke dann auch oder wie?


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BeitragVerfasst: 17. Mär 2010, 21:39 
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Aalso,
Stihl stellt sein Öl auch nicht selber her sonder bezieht es von irgendeiner Raffinerie. Das was man da zahlt ist halt den Namen. Und glaub nicht das ne Stihlsäge anders läuft als ne Dolmar, Husky, Echo, Böller,..... Das sind alles hochdrehende Motoren 2T, Luftgekühlt. Du kannst also beruhigt jedes dafür geeignete Öl reinmischen. Zu Beachten:
Jaso Fb reicht, FC ist bissl besser aber nicht notwendig. Das besagt mein ich nur das es nicht schon vorgemischt ist.
Andere Norm: API: TC. Das steht für Fertigmischbares Öl auch für Getrenntschmierung geeignet. Speziell für luftgekühlte hochdrehende Motoren. API TC-W wird für Wassergekühlte Motoren verwendet und hat einen niederen Flammpunkt. Es verbrennt säuberer, hat aber nicht so viele Reserven was die Temperatur anbelangt.

In der Stihlanleitung steht das das Stihlöl 1:50 verwendet werden soll und wenn anderes Öl gefahren wird 1:25. Das ist aber nur um die Kunden zu verwirren und im Sparglauben zu lassen das unterm Strich das Stihlprodukt billiger ist. Das Mischungsverhältnis ist aber NICHT von der Säge abhängig sondern AUSSCHLIE?LICH vom Öl. Bei guten Ölen steht auch drauf bis zu welcher Mischung sie verwendet werden können.
Ich fahre nur Liqui Molly 2T synth. Das ist bis 1:100 freigegeben. ich mische aber trotzdem 1:50. Das raucht nicht, lagert nicht ab und ich hab genug Schmierreserven. Hatte auch noch nie einen Fresser!

Der Liter Öl kostet doch idR um die 10€. meist billiger. Da bekommst das HP von Stihl, das LM, Husky ist glaub nochn stückl günstiger. Das reicht dann für 51l Sprit. Da fallen also 2-3€ nicht sehr ins Gewicht ;)

Zum Thema entmischen: In nem dichten Blechkanister entmischt sich nahezu nichts bei Syntheticölen. mineralische müssen halt wieder aufgeschüttelt werden. Verwendet man allerdings Kunststoffkanister sieht die Welt anders aus. die leicht entzündlichen Gase gehen durch den Kunststoff durch. Das Öl kann sich an den schwereren HC-Molekülen nicht gut binden. Das nennt man dann entmischen. Und in so nem Fall hilft auch kein Schütteln des Kanisters nix mehr!
Da ich viele Sägen habe und die ein oder andere schon mal länger steht hall ich den Tank vor dem Abstellen leerlaufen und dann den Motor solange laufen bis er ausgeht. Dann ist auch der Vergaser leer und die Membranen verhärten nicht!

Gruß Wolle

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BeitragVerfasst: 17. Mär 2010, 21:48 
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Beiträge: 4937
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...jetzt weis ich wohl auch warum der Kolben bei meinem Bastlerprojekt doch schon sehr angegriffen war. Hamma wieder was gelernt, vielen Dank.

Bringt es was alten Sprit neues Öl hinzuzufügen (wenn er ausm Plastikkanister kommt) oder sollte man den gleich wegkippen? Das Problem ist nämlich das ich keine ordentliche Möglichkeit hab sowas zu entsorgen bzw. kauft mein Vater prinzipiell 10l fertig gemischt von der Tankstelle und 9l lagern davon noch übern Winter. Da wärs auch Schade drum...


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BeitragVerfasst: 17. Mär 2010, 22:28 
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Registriert: 19. Feb 2010, 10:18
Beiträge: 59
Wohnort: Schwäbisch Hall
Servus, neues Öl da mit rein bringt Dir da leider nichts, da es sich mit den schweren HC-Molekülen nicht gut verbindet. Sonst könnte es das vorhandene Öl ja auch noch ;) Dazu hättest DU viel zuviel Öl drin und die Säge würde stark rauchen und verrußen.
Im Rasenmäher kann man den Sprit auch noch gut nehmen. Da ist das alles nicht so tragisch. Der springt max. schlechter an, die Schmierung ist da aber gewährleistet. Du kannst das Zeug auch problemlos ins Auto kippen. (nicht bei CRDI Motoren!)
Ich würde mir entweder selbst mischen und dann nur 1 Liter(20ml auf 1 Liter= 1:50) oder nen Blechkanister besorgen und darin lagern. Das sollte darin aber auch nicht zuu lange drin sein. Nicht das das dann 10 jahre liegt ;)

P.S. Sprit kippt auch ohne Mischöl mit der Zeit um. Dann riecht er nicht mehr nach Benzin und wenns fortgeschrittener ist flockt er aus und wird trüb. In den beiden Fällen als Grillanzünder nehmen oder entsorgen.

Gruß Wolle

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